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16.09.2019, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Trainer Lucien Favre (l) und Marco Reus kommen zu einer Pressekonferenz auf das Podium. Der BVB spielt am 17.09. in der Champions League gegen den FC Barcelona. Foto: Bernd Thissen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

BVB-Trainer Lucien Favre (l.) und Kapitän Marco Reus freuten sich auf der Pressekonferenz nicht über jede Messi-Frage. Bild: Bernd Thissen / dpa

BVB-Pressekonferenz: Es scheint nur ein Thema zu geben – Favre weicht geschickt aus

Nach der Bundesliga ist vor der Champions League. Der BVB hat gerade noch souverän gegen den Bundesliga-Kontrahenten Bayern Leverkusen gesiegt, am Ende stand es 4:0. Doch jetzt wartet auf den BVB zum Beginn der Königsklasse ein internationaler Brocken: Borussia Dortmund empfängt am heutigen Dienstag (21 Uhr/Sky) den FC Barcelona. Vor dem Kracher der Gruppe F stellten sich Trainer Lucien Favre und Kapitän Marco Reus auf der Pressekonferenz am Montag den Fragen der Journalisten. Die wollten vor allem etwas über Lionel Messi wissen – doch Favre und Reus hatte gar nicht so viel Lust über diesen zu sprechen.

Messi fehlte zuletzt verletzungsbedingt – spielt er gegen den BVB wieder?

Der argentinische Superstar fehlte zuletzt verletzungsbedingt und tagelang wurde gerätselt, ob der fünffache Weltfußballer denn gegen den BVB nun spielen kann oder nicht. Nun ist klar: Messi wird dabei sein, aber wahrscheinlich erst mal nur auf der Bank sitzen.

Auf der Pressekonferenz vorm Spiel dauerte natürlich nicht lange, bis die Frage nach Lionel Messi kam. Ein spanischer Journalist wollte von Favre wissen: "Was bevorzugen Sie, ein Spiel mit Messi oder ohne?" Favre ging jedoch gar nicht auf die Frage ein und erklärte nur seinen Informationsstand: "Sie werden ohne Messi wahrscheinlich spielen".

Der Journalist ließ aber nicht locker und erklärte, dass Messi wohl einige Minuten in der zweiten Hälfte auflaufen könne. Favre wollte hingegen noch immer nicht so wirklich antworten: "Wir wissen es nicht momentan", sagte der Schweizer, der dabei glücklich und ein bisschen verschmitzt in den Pressesaal lächelte. "Wir freuen uns auf dieses Spiel", sagte er dann und ließ den spanischen Reporter abblitzen: "Und es wird vielleicht mit Messi oder ohne Messi stattfinden." Ganz klar: Favre wollte sich nicht in die Karten schauen lassen und anders als Fans und Medien nicht zu viel über Superstar Lionel Messi sprechen.

16.09.2019, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Trainer Lucien Favre sitzt bei einer Pressekonferenz auf dem Podium. Der BVB spielt am 17.09. in der Champions League gegen den FC Barcelona. Foto: Bernd Thissen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: Bernd Thissen / dpa

Reporter wollen Favre etwas zu Messi entlocken

Doch auch die anderen Reporter wollten Favre unbedingt etwas zu Lionel Messi entlocken.

Auf eine weitere Messi-Frage einer Journalistin, was der große Unterschied von Barca mit oder ohne Messi sei, zeigte sich Favre dann etwas gesprächsfreudiger. "Messi spielt sehr oft als falscher Stürmer", so Favre, der anschließend nur erklärte: "Er kommt zurück und spielt mit den Mittelfeldspielern, das ist ein wenig anders, aber nicht viel anders. Sie spielen insgesamt 4-3-3." Anschließend fasste Favre mit einigen Sätzen bisher jedes Liga-Spiel von Barca in dieser Saison zusammen und schwärmte von den starken Messi-Alternativen Dembélé, Griezmann oder den erst 16-jährigen Fati – ohne mit nur einem Wort jedoch von Messi zu sprechen. Sein wenig aussagekräftiges Fazit am Ende: "Sie sind auch gut ohne, oder auch mit."

Auch Marco Reus wird zu Messi befragt – und wird zickig

Kapitän Reus, der auch auf die Frage antworten sollte, war da etwas klarer als sein Coach: "Ich würde mich persönlich freuen, wenn er spielen würde", so Reus. "Es weiß jeder, dass sie mit Messi noch stärker sind, weil er der beste Spieler der Welt ist und er Fähigkeiten hat, die kaum jemand hat. Daher wollen wir, dass er spielt." Doch auch Reus wurde die ständige Messi-Fragerei dann auch zu bunt: "Wie es dann morgen aussieht, können wir nicht beeinflussen. Mir wurde die Frage gerade schon gestellt und ich finde es wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und nicht so viel über den Gegner und Messi sprechen."

Abschließend ergänzte Reus noch: "Jeder weiß es, dass er der Beste ist und damit soll es auch gewesen sein. Wir spielen zuhause, haben auch eine gute Mannschaft und wollen das Spiel gewinnen." Ob nun ohne Messi, oder auch mit.

(bn)

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