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Der FC Bayern bejubelt das Tor zum 5:2.

Bayern gewinnt historisch – und der Kommentator macht sich über den Gegner lustig

maik mosheim

Dass Sprüche von Fußball-Kommentatoren Spielverläufe manchmal sehr pointiert auf den Punkt bringen, ist bekannt. Oft sind sie Geschmackssache, man kann sie lustig finden, muss man aber nicht. Beim historischen 8:2-Sieg des FC Bayern München im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona am Freitagabend ließ sich Kommentator Wolff Fuss zu genau so einem Spruch hinreißen, mit dem er sich vor allem über den FC Barcelona lustig machte.

"Das ist heute nicht mal Hongkong-Rolex."

Wolff Fuss

Er meinte damit die ganz und gar Barcelona-untypische Vorstellung, die seiner Meinung nach nicht mal der "Fake" des Originals sei. Fuss, bekannt für seine scharfzüngigen Sprüche, fand immer wieder Sätze, die schlechte Leistung der Spanier noch schlechter zu machen. Beim Treffer zum 6:2 sagte er beispielsweise: "Die Bayern gewinnen den ersten Satz", angelehnt an den Tennissport.

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Barcelonas Kapitän Lionel Messi verzweifelt nach desolater Vorstellung.

Und kurz vor Schluss sagte er: "Barcelona verliert hier mit 8:2, also Barcelona, nicht Barfuß Betlehem." Auch ein französischer Kommentator, der hinter ihm das Spiel verfolgte, bekam sein Fett weg.

"Ich weiß nicht, ob sie den Franzosen hinter uns hören. Zwischendurch war es da ganz still, aber er kämpft sich zurück. Ein tapferer Mann."

Wolff Fuss

Unparteiisch war Fuss an diesem Abend jedenfalls nicht. Ein Beispiel: Bei einem unglücklichen Zusammenprall von Bayerns Alphonso Davies und Barcas Nelson Semedo unterstellte Fuss dem Barcelona-Verteidiger eine Absicht, die ganz offensichtlich nicht vorlag. Bayern-Tore wurden (irgendwo verständlich) deutlich mehr bejubelt als Barcelona-Treffer.

Beim 5:2 der Bayern kriegte sich Fuss dann überhaupt nicht mehr ein, als ebenjener Davies drei Gegenspieler stehen ließ und mustergültig für Joshua Kimmich vorlegte. "Fonsiiiiii Davies", eskalierte Fuss lautstark ins Mikrofon.

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Alphonso "Fonsi" Davies nach seiner Vorlage zum 5:2.

Dass da an manchen Stellen die Objektivität zu wünschen übrig ließ, mag manch einen stören, aber am Ende war es einerlei: Der FC Bayern steht im Halbfinale der Champions League.

Wilde Anfangsphase ebnete den Weg

Die 90 Minuten im Estadio da Luz in Lissabon waren von Anfang an offensiv geprägt. Thomas Müller erzielte schon in der vierten Minute den Führungstreffer für das Team von Trainer Hansi Flick, David Alaba, seines Zeichens Bayern-Innenverteidiger, verhalf dem großen Rivalen aus Barcelona in der siebten Minute per Eigentor zum 1:1-Ausgleich.

Das Spiel blieb auf konstant hohem Niveau, Ivan Perisic brachte die Münchner nach 21 Minuten wieder in Führung, Serge Gnabry erhöhte kurz darauf auf 3:1.

Bayern im Rausch - Barcelona einfach zu schlecht an diesem Abend

Und für Barcelona wurde es immer schlimmer. Die Bayern spielten sich in einen Rausch. Thomas Müller traf nach gut einer halben Stunde zum 4:1 und auch Barcelonas Anschlusstreffer zum 4:2 brachte keine Besserung.

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Philippe Coutinho und Robert Lewandowski jubeln über den Treffer zum 6:2.

Joshua Kimmich, Robert Lewandowski und zweimal Barcelona-Leihgabe Philippe Coutinho erhöhten in der Folge auf 8:2, der Endstand.

Halbfinal-Gegner wird am Samstag ermittelt

Und so steht der deutsche Rekordmeister nach einer historischen Leistung (acht Tore einer Mannschaft sind eingestellter Champions League-Rekord) im Halbfinale, trifft dort auf den Sieger aus Manchester City gegen Olympique Lyon, die am Samstagabend gegeneinander spielen.

Ob Wolff Fuss dann auch in der Kommentatoren-Kabine sitzt und sich über den Gegner lustig macht, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

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