Haas driver Mick Schumacher of Germany, center, gestures while inspecting the track ahead of the Portugal Formula One Grand Prix at the Algarve International Circuit near Portimao, Portugal, Thursday, April 29, 2021. The Portugal Grand Prix will be held on Sunday. (AP Photo/Manu Fernandez)

Mick Schumacher bei der Streckenbegehung in Portimao, Portugal. Bild: ap / Manu Fernandez

Schumacher-Teamkollege stichelt weiter – so cool reagiert Mick

Dass das Verhältnis zwischen Mick Schumacher und seinem Teamkollegen Nikita Mazepin beim Formel-1-Rennstall Haas nicht das beste ist, war schon vor Saisonbeginn bekannt. Bereits vor dem ersten Rennen stichelte Mazepin immer wieder in Richtung des 22-Jährigen und auch Teamchef Günther Steiner erklärte, dass die beiden "nicht die größten Freunde" seien. Bisher kam Schumacher in jedem Rennen vor seinem russischen Teamkollegen ins Ziel.

Das passt Mazepin, der als äußerst impulsiv gilt, gar nicht. Dies unterstrich er nun in einem Interview mit dem russischen Sender MatchTV und erklärte, er sei gegenüber Schumacher klar im Nachteil. "Wir haben bei Haas keinen Rennsimulator. Also benutzen wir eine Anlage, wie sie die meisten Fahrer bei sich zu Hause stehen haben."

Anders sei das laut Mazepin aber für Schumacher. "Im Gegensatz dazu darf Mick wahrscheinlich den Simulator von Ferrari benutzen. Da er Teil ihrer Akademie ist, wird er Privilegien haben, die ich nicht kenne."

Schumacher seit 2019 Teil der Ferrari Driver Academy

Seit 2019 ist der Sohn von Rennfahrerlegende Michael Schumacher Teil der Ferrari Drivers Academy. Im Nachwuchsprogramm der Scuderia kann er im Werk in Maranello regelmäßig in Simulatoren Erfahrungen sammeln oder hat mit alten Rennautos Testeinsätze. Auch sein aktuelles Team Haas wird von Ferrari unterstützt und ist die Nachwuchsschmiede für das italienische Team.

Die Kritik seines Teamkollegen ließ Schumacher auf der Pressekonferenz vor dem Rennwochenende aber an sich abprallen. Er ging gar nicht auf die Aussagen seines Teamkollegen ein, sondern sagte lediglich: "Die Ferrari Driver Academy macht einen sehr guten Job, sie hat viele Fahrer in die F1 gebracht. Sie macht viel richtig."

Generell habe er nicht das Gefühl, mit Samthandschuhen angefasst zu werden. "Ich werde aber auch nicht übermäßig kritisiert. Ich nehme jede Kritik an. Wenn mir Fehler passieren, dann lerne ich daraus."

(lgr/mit Material von dpa)

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