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Soccer Football - Camp Nou, Barcelona, Spain - August 26, 2020   A statue of Johan Cruyff is seen infront of an image of Lionel Messi outside the Camp Nou after captain Lionel Messi told Barcelona he wishes to leave the club immediately, a source confirmed on Tuesday   REUTERS/Nacho Doce

Begehrter Spieler: Lionel Messi will Barcelona verlassen. Bild: reuters / NACHO DOCE

Rummenigge über Messi: "Wenn Sie wüssten, was er verdient..."

Das Tischtuch zwischen Superstar Lionel Messi und dem FC Barcelona scheint endgültig zerschnitten. Der wechselwillige Argentinier hat den vor dem Trainingsstart der Katalanen obligatorischen Coronatest nicht absolviert und will den Klub unbedingt verlassen. "Messi zieht in den Krieg gegen Barcelona", titelte die Zeitung "Marca" martialisch. Und der 33-Jährige will tatsächlich auf keinen Fall klein beigeben.

Nun dürften also die Anwälte das Wort haben. Messis Juristen sind der Ansicht, ihr Mandant könne den Klub, dessen Trikot er seit 20 Jahren trägt, ablösefrei verlassen. Die Frist zum Ziehen der Ausstiegsklausel (10. Juni) sei wegen der Coronavirus-Pandemie als bis zum verspäteten Saisonende verlängert zu betrachten. Die Gegenseite argumentiert, Messi habe die Frist verstreichen lassen, damit sei bei einem Wechsel auch eine Ablösesumme fällig. Der (klitzekleine) Haken: Diese ist eigentlich auf 700 Millionen Euro festgeschrieben.

Der Kreis der ernsthaften Interessenten für den Ausnahmestürmer wäre in diesem Falle höchst elitär. Messi selbst würde wohl am liebsten zu Manchester City wechseln, wo sein langjähriger Förderer Pep Guardiola wie schon zuvor bei Bayern München einem erneuten Triumph in der Champions League seit Jahren vergeblich hinterherläuft.

Das nötige Kleingeld hätte natürlich auch Frankreichs Meister Paris St. Germain. Eine weitere Variante brachte "L'Equipe" am Wochenende ins Spiel. Die französische Sport-Tageszeitung berichtete, in den Poker um den sechsmaligen Weltfußballer des Jahres sei auch Juventus Turin eingestiegen. In der Favoritenposition allerdings befinde sich nach wie vor ManCity.

Rummenigge über Messi: "Wenn Sie wüssten..."

Bayern München indes, das gerade erst die Champions League gewonnen hat und möglicherweise vor einer neuen, großen Ära steht, hat kein Interesse an Messi. Das betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Gespräch mit der "Welt" erneut.

Er würde es bedauern, wenn Messi Barcelona verlasse, erklärt Rummenigge. Er sei als Jugendlicher nach Barcelona gekommen und eigentlich der Typ Spieler, der in diesem Klub seine Karriere beenden solle.

"Messi ist quasi Barcelona."

Für das nicht vorhandene Interesse der Bayern gebe es aber noch einen weiteren Grund: "Wenn Sie wüssten, was er verdient, würden Sie hier nicht mehr so ruhig sitzen", erklärt Rummenigge lachend. Deswegen habe sich der FC Bayern nie mit Messi beschäftigt.

(om/mit Material von sid)

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