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Die Nationalmannschaft im Training vor den Nations-League-Spielen gegen Spanien und die Schweiz.

Einer dieser Herren geht immer davon aus, dass er nominiert ist, solange er nichts anderes hört. Bild: www.imago-images.de / Pressefoto Rudel/Robin Rudel

"Ob nominiert oder nicht: Ich komme" – Ein DFB-Star reist immer zur Nationalelf

Auch für die Nationalspieler gelten während Corona klare Regeln. Am Mittwoch, einen Tag vor dem Nations-League-Spiel in Stuttgart gegen Spanien (20.45 Uhr/ZDF), wurde der von der Uefa verlangte zweite Corona-Test bei allen Spielern und Betreuern des DFB-Trosses vorgenommen.

Toni Kroos hat sich an die Beschränkungen durch die Pandemie "beinahe schon gewöhnt". Das verriet der DFB-Star auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen "La Roja".

An eine andere Sache hat sich Kroos schon längst gewöhnt: Daran, dass er von Bundestrainer Joachim Löw vor Länderspielen gar nicht mehr angerufen wird. Die Kadernominierung verfolgt er deshalb schon lange nicht mehr, "in dem guten Gefühl, dass ich dann schon dabei bin".

Joachim Löw und Toni Kroos.

I just called to say I Löw you: Der Bundestrainer setzt auf Toni Kroos, manchmal auch als Kapitän. Bild: www.imago-images.de / TEAM2

Es sei so: "Wenn ich nichts höre von Jogi, dann reise ich auch an. Egal ob ich nominiert bin oder nicht: Ich komme dann", verriet der Mittelfeldspieler von Real Madrid in seinem Podcast "Einfach mal Luppen" mit Bruder Felix Kroos.

Der Weltmeister von 2014 erhält nur noch einen Anruf vom Bundestrainer, "wenn abgesprochen wird, dass es besser ist, mal eine Pause zu machen". Er nehme es "als Form der Wertschätzung wahr, dass ich da gar nicht mehr informiert werde", ergänzte der 30-Jährige.

Toni Kroos beim Training der Nationalmannschaft.

Querpass-Toni bei der Arbeit. Bild: www.imago-images.de / Markus Ulmer

Kroos ist für die ersten Länderspielen des Jahres am Donnerstag und drei Tage später in Basel gegen die Schweiz (ebenfalls 20.45 Uhr/ZDF) nominiert worden. Weil Torhüter Manuel Neuer von Triple-Gewinner Bayern München geschont wird, dürfte Kroos das DFB-Team als Kapitän aufs Feld führen.

Wie war das nochmal mit der Nations League?

Das Fremdeln ist noch nicht vorbei. Die Nations League wirkt noch wie ein merkwürdiges Turnier-Konstrukt. Doch Löw begreift sie längst als pragmatische Gelegenheit für hochwertige Tests. Auch Toni Kroos will sich nicht lange mit Modusfragen aufhalten. "Jedes Spiel kann wichtig sein Richtung Europameisterschaft", sagte der Ersatz-Kapitän und setzt Prioritäten. Doch ein Debakel wie bei der Premiere 2018 wollen alle vermeiden. In je zwei Partien gegen Frankreich und die Niederlande gelang kein Sieg. Nun geht es bis November in Hin- und Rückspielen gegen Spanien, die Schweiz und die Ukraine. Der Gruppenerste nimmt im Juni 2021 kurz vor der EM am Finalturnier teil.

dpa

(as/sid/mit Material von dpa)

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