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January 18, 2020, Madrid, Spain: Toni Kroos of Real Madrid seen during the La Liga match between Real Madrid and Sevilla FC at Santiago Bernabeu Stadium in Madrid. Real Madrid Vs Sevilla FC in Madrid, Spain - 18 Jan 2020 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs197 20200118zaas197263 Copyright: xLeganxP.xMacex

Toni Kroos plauderte in einem Interview vor dem direkten Duell mit Pep Guardiola einiges über seinen Ex-Trainer aus. Bild: imago images/ZUMA Press

Toni Kroos nennt "sportlich besten" Bayern-Trainer und lüftet Transfer-Geheimnis

Von allen Achtelfinal-Spielen der Champions League ist es wohl das eindrucksvollste Duell: Am Mittwochabend treffen die starbesetzten Teams von Real Madrid und Manchester City in der Königsklasse aufeinander. Für zwei Superstars ist es ein großes Wiedersehen: Real-Mittelfeldstratege Toni Kroos und City-Trainer Pep Guardiola kenne sich aus der gemeinsamen Zeit bei Bayern München.

Jahre später spricht der deutsche Nationalspieler nicht nur in den höchsten Tönen von seinem ehemaligen Bayern-Trainer, sondern kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

Kroos, den Guardiola in der Saison 2013/2014 trainierte, hob in einem Interview mit dem Portal "The Athletic" die Wichtigkeit des Katalanen hervor: "Für den deutschen Fußball und für mich persönlich war er eine Schlüsselfigur", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler. "Er hat allen die Augen geöffnet und die Wichtigkeit von Kontrolle gezeigt. Er war der Wegbereiter für Trainer und Zuschauer." Kroos stand unter Pep in 51 Pflichtspielen auf dem Platz, schoss vier Tore und legte neun weitere Treffer vor. Zu Guardiola sei der Kontakt auch nach seinem Wechsel zu Real Madrid nie abgerissen: "Wir stehen immer noch in Kontakt und verstehen uns sehr gut. Ich werde es nie vergessen, denn ich habe sehr viel gelernt."

Guardiola für Kroos der "sportlich gesehen beste Trainer"

Doch Kroos ging in dem Interview noch weiter: "Wenn man die Bayern-Spieler heute fragt, werden sie immer noch sagen, dass er sportlich gesehen der beste Trainer war. Und sie hatten eine Menge, mit denen sie ihn vergleichen können", sagte Kroos und betont: "Ich habe es geliebt, das eine Jahr unter ihm zu spielen." Die Lobeshymnen dürften einige Bayern-Fans jedoch überraschen. Denn da war doch noch jemand anderes.... Genau, Jupp Heynckes.

Guardiolas Vorgänger gilt als größter Förderer des gebürtigen Greifswalder: Heynckes sorgte als Leverkusen-Trainer für den Durchbruch des damals an die Werkself ausgeliehenen Kroos, 2013 gewannen sie beim FC Bayern zusammen die Champions League. In einem Interview mit der "Bild" sagte Kroos im Sommer über Heynckes: "Für meine persönliche Entwicklung war er der Wichtigste. Er hatte mich in Leverkusen, war da der erste Trainer, der mir richtig Vertrauen geschenkt hat."

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Mögen sich bis heute: Pep Guardiola (l.) und Toni Kroos. Bild: imago images/Team 2

Nun wissen wir: Der "sportlich beste Trainer" sei aber Pep Guardiola. Diesen verließ Kroos jedoch nach nur einem Jahr in Richtung Madrid. Wie Kroos nun verrät, sei der Spanier gegen den Wechsel im Jahr 2014 gewesen: "Pep wollte, dass ich verlängere", erzählte der 30-Jährige gegenüber "The Athletic". Jedoch sei es für ihn "nie eine gute Idee nur wegen eines Trainers einen Vertrag zu unterschreiben", sagte Kroos weiter. "Was hätte es gebracht, einen Fünfjahresvertrag zu unterschreiben, wenn der Trainer schon bald wieder weg sein könnte? Er ist zwei Jahre später zu ManCity gegangen."

Kroos wäre beinahe bei Manchester United gelandet

Zudem lüftete der deutsche Weltmeister von 2014 einige pikante Transfergeheimnisse. Demnach warben die damaligen Liverpool-Stars Steven Gerrard und Luis Suarez für einen Wechsel zu den Reds. "Sie haben mich nicht ohne Umschweife zu einem Wechsel aufgefordert. Aber sie haben angeboten, mir mehr über den Verein und das Drumherum zu erzählen. Das ist eigentlich witzig, denn Suarez wechselte kurze Zeit später sowieso nach Barcelona", erzählte Kroos.

Anschließend sei er jedoch beinah tatsächlich auf der Insel gelandet – jedoch bei Manchester United. "David Moyes (Ex-Trainer von Manchestery United, Anm. d. Red.) hat mich getroffen und der Vertrag war im Prinzip schon unterschrieben. Aber dann wurde Moyes gefeuert und Louis van Gaal kam, was die Situation komplizierter gemacht hat", plauderte Kroos aus. "Louis wollte sich noch Zeit nehmen, um sein eigenes Projekt zu bauen. Ich habe lange nichts von United gehört und Zweifel bekommen. Dann hat die WM begonnen und Carlo Ancelotti (Ex-Trainer von Real Madrid, Anm. d. Red.) hat angerufen. Das war es dann", erzählt Kroos über den endgültigen Wechsel zu den Königlichen.

Der Wechsel sollte sich lohnen: Kroos gewann zwischen 2016 und 2018 unter anderem dreimal hintereinander die Champions League. Im vergangenen Jahr verlängerte er seinen Vertrag in Madrid bis 2023. Dass er nochmal unter dem ehemaligen Barca-Trainer Pep aufläuft, dürfte indes fast unmöglich sein, denn Kroos betonte: "Ich will meine Karriere in Madrid beenden, deshalb ist das sehr unwahrscheinlich."

(bn)

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