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Hier kämpfte Joe Bryant noch mit dem Dach des Bremer Weserstadions. Jetzt ist er fertig. Bild: twitter/AwayDayJoe_

11-Jähriger baut Bundesliga-Stadien aus Lego – das ist sein neuestes Werder-Werk

Wenn man an Legosteine denkt, dann kommen einem schnell "Star Wars" oder "Lego Technik" in den Kopf. Fußballstadien kommen da nur wenigen Lego-Architekten in den Sinn. Einer von ihnen ist Joe Bryant. Der Elfjährige aus dem englischen Crawley liebt Fußball – und Lego. Doch der leidenschaftliche Fan von Ipswich Town hat ein besonderes Faible: Deutsche Stadien.

Schon acht Stadien aus der Bundesliga hat Joe aus Legosteinen nachgebaut. Der FSV Mainz 05, der 1. FC Köln und der FC Schalke luden ihn wegen seiner Werke auch schon persönlich in die echten Stadien ein. Seine neues Werk hat er soeben fertig gestellt: Das Weserstadion von Werder Bremen. Im Beisein seines größten Fans, Vater Phil, sprachen wir mit Joe über die Schwierigkeiten seiner bisherigen Bauten, seine kommenden Projekte und den simplen Hintergrund, wieso er nur deutsche Stadien baut.

watson: Warum hast du damit angefangen?
Joe: Ich habe mit fünf Jahren angefangen, mit Lego zu spielen. Anschließend habe ich begonnen, Tribünen aus Lego zu bauen und meine eigenen Stadien zu entwerfen. Ich baute dann auch ein Stadion mit Flutlichtern, die tatsächlich funktionierten. Ich entschied mich, als ich neun Jahre alt war, mit dem Bau echter Stadien zu beginnen. Ich liebe Fußball, also wollte ich nur die beiden Dinge kombinieren.

Wie kamst du als Engländer auf die Idee, nur Bundesliga-Stadien zu entwerfen?
Weil deutsche Stadien episch sind und die Fans so viel besser und lauter sind als in England. Ich liebe den deutschen Fußball. Es ist aufregend, die Stadien sind alle unterschiedlich, die Clubs und Fans sind sehr sympathisch und ihr verkauft tolle Bratwurst!

Welche war die am schwersten zu bauende Arena in Deutschland?
Ich habe bisher von acht Clubs die Stadien nachgebaut: Mönchengladbach, Köln, Schalke, Leverkusen, Nürnberg, Mainz, Augsburg und jetzt Werder Bremen. Sie sind alle ziemlich schwierig. Schalke hat einen massiven Bildschirm, der vom Dach herunterhängt – das war ziemlich schwierig. Bei der Arena von Leverkusen war das Problem: Sie ist rund, und Lego ist quadratisch. Das Stadion von Nürnberg hat eine Laufbahn, die ich noch nie zuvor gebaut hatte.

Die wohl härtesten waren aber Augsburg und Bremen. Augsburg hat viele Lichter, die an der Außenseite hängen. Es war so schwer, das zu bauen. Das Stadiondach in Bremen ist mit Solarzellen bedeckt, was mit Legosteinen eine echte Herausforderung war. Denn es kommt aufs Wetter an, welche Farbe sie haben: Wenn es sonnig ist, sind sie blau. Wenn es bewölkt ist, sind sie grau. Ich wählte Blau, weil es besser aussah. Wäre es ein englisches Stadion, hätte ich Grau gewählt, weil es die ganze Zeit regnet...

Dein aktuelles Projekt, das Weserstadion, ist gerade erst fertig geworden. Wie lange hast du daran gebaut?
Es ist ein wirklich cooles Stadion und den Bremer Fans scheint es wirklich zu gefallen, was ich gebaut habe. Das Weserstadion zu bauen, dauerte bisher am längsten, etwa fünf Wochen, und verbrauchte wahrscheinlich die meisten Bausteine. Ich schätze, dass ich etwa 3500 verbaut habe, vielleicht sogar mehr.

Welches wird dein nächstes Projekt sein?
Ich habe mich noch nicht wirklich entschieden. Ich hatte damals die Fans auf Youtube gefragt, was ich bauen soll: Damals gewann Bremen. Ich könnte nochmal so eine Umfrage starten. Bayern München und Hamburg stehen beide ganz oben auf meiner Liste, aber sie scheint jeden Tag länger zu werden. Ich glaube, ich habe mittlerweile Fans von etwa 60 Vereinen, die mich gebeten haben, ihre Stadien nachzubauen. Aber das könnte noch ein paar Jahre dauern. Wie auch immer: Ich werde definitiv alle Stadien der Bundesliga nachbauen.

Alle Stadien von Joe siehst du hier und findest du auf seinem Youtube-Channel.

(bn)

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