Sport

Die meisten WM-Spieler kommen aus Frankreich – warum eigentlich?

Insgesamt haben 736 Spieler an der Fußballweltmeisterschaft in Russland teilgenommen. 736 Spieler aus 32 Nationen.

Und 50 davon kommen aus Frankreich.

Damit stellt Frankreich die mit Abstand meisten Spieler. An zweiter Stelle steht Brasilien, mit 28 Spielern.

Diese Spieler standen nicht alle im Kader ihrer Geburtsländer, sondern liefen zum Teil für andere Nationen auf – zum Beispiel für Senegal oder Portugal.

In dieser Grafik wird die Verteilung dargestellt:

Bild

vox.com

Und hier könnt ihr sehen, welche Spieler bei der WM nicht für ihr Geburtsland spielen:

Wie kann das sein?

Hintergrund sind die Eignungsregeln der Fifa. Wer eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, kann sich entscheiden. Bekanntes Beispiel in Deutschland sind die Boateng-(Halb-)Brüder: Jérôme spielt für Deutschland, Kevin-Prince entschied sich für die Heimat des Vaters, Ghana.

Bei der WM 2014 trafen sie aufeinander:

Germany s Jerome Boateng (L) talk s with Ghana s Kevin-Prince Boateng before a Group G match between Germany and Ghana of 2014 FIFA World Cup at the Estadio Castelao Stadium in Fortaleza, Brazil, June 21, 2014. The match ended with a 2-2 draw. (Xinhua/Cao Can)(rh) (SP)BRAZIL-FORTALEZA-WORLD CUP 2014-GROUP G-GERMANY VS GHANA PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Germany s Jerome Boateng l Talk s with Ghana s Kevin Prince Boateng Before A Group G Match between Germany and Ghana of 2014 FIFA World Cup AT The Estadio Castelao Stage in Fortaleza Brazil June 21 2014 The Match Ended with A 2 2 Draw Xinhua Cao CAN RH SP Brazil Fortaleza World Cup 2014 Group G Germany vs Ghana PUBLICATIONxNOTxINxCHN

imago sportfotodienst

Aber zurück zu Frankreich: Warum sind denn so viele Franzosen dabei?

Das liegt an der Einwanderungsgeschichte des Landes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Gastarbeiter aus Südeuropa und Nordafrika nach Frankreich, mehr als in jedes andere europäische Land in der Nachkriegszeit.

Während des Wirtschaftsbooms der 60er Jahre kamen weitere Emigranten, vornehmlich aus Westafrika und der Karibik, hinzu. Die französische Gesellschaft wurde bunter – und so auch das Fußballteam.

Black, Blanc, Beur 

In Anlehnung an die Tricolore, die französische Nationalflagge mit den Farben "Bleu, blanc, rouge" (blau, weiß, rot) hat sich so für das Nationalteam die Bezeichnung "Black, Blanc, Beur" (Schwarz, Weiß, Maghrebinisch) eingebürgert.

"Allez les Bleus!"

Bild

imago sportfotodienst

Das französische Team selbst hat eine vielfältige Einwanderungsgeschichte aufzuweisen, gleiches gilt für die Franzosen, die für andere Länder auflaufen.

Und hier könnt ihr euch die Geschichte der "Black, Blanc, Beur" in einem Video anschauen:

abspielen

Video: YouTube/Vox

So grandios sieht die WM in Pixel-Optik aus:

"Einige hatten feuchte Augen": Flick verrät, wie er die Bayern-Stars aufs CL-Finale einstellte

Hansi Flick ist ein Phänomen. In seiner ersten Saison als Cheftrainer eines Profiklubs hat er den FC Bayern zum Titel-Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League geführt. Flick brachte den "Mia san mia"-Spirit an die Säbener Straße zurück.

In der Königsklasse knipste seine Mannschaft hochklassige Gegner wie den FC Chelsea oder FC Barcelona teils mit einer Selbstverständlichkeit aus, dass man sich die Augen rieb und dachte: Wer soll diese Bayern aufhalten?

Klar, der FC Bayern München …

Artikel lesen
Link zum Artikel