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USA's Megan Rapinoe celebrates scoring during the FIFA Women's World Cup 1/4 final match, France vs USA at Parc des Princes stadium in Paris, France on June 28, 2019. USA won 2-0. Photo by Christian Liewig/ABACAPRESS.COM |

Bild: picture alliance / abaca / watsonmontage

USA besiegen Frankreich: Torjubel von Megan Rapinoe wird zum Anti-Trump-Meme

Dank Superstar Megan Rapinoe haben die USA bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen weiter die Titelverteidigung im Visier.

Durch zwei Tore der überragenden Spielführerin setzten sich die US-Amerikanerinnen am Freitagabend in Paris gegen Gastgeber Frankreich mit 2:1 (1:0) durch und treffen nun im Halbfinale am Dienstag in Lyon (21.00 Uhr) auf England.

Nach ihrem ersten Treffer rannte die Spielerin zur Eckfahne und ließ sich mit erhobenen Armen feiern.

Die Geste wurde schnell auf Twitter aufgegriffen. Denn Rapinoe sorgte jüngst für ihre scharfen Angriffe auf US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen.

"Ich gehe nicht ins verdammte Weiße Haus", hatte sie in einem Interview gesagt. Dabei ist es eigentlich eine US-Tradition, dass der Präsident Olympiasieger, NBA-Champions oder sonstige Gewinnerteams ins Weiße Haus einlädt.

Ihr Jubel war Meme-Gold für Gegner von Trump:

"Wie sehr hassen Sie den aktuellen Präsidenten?"

Die Pose war aber auch Anlass für andere Witze.

Wenn man es schafft, dass du noch zehn Emails im Postfach sind:

Rapinoe bei der Frauen WM 2019: "Homosexuell und fabelhaft"

2013 bekannte sich Rapinoe offen zu ihrer Homosexualität. Nach dem Sieg gegen Frankreich hatte die Offensivspielerin noch eine Botschaft. Auf die Frage, was es ihr bedeute, während des "Pride"-Monats zu spielen, sagte sie:

"Du kannst keine Meisterschaft ohne Homosexuelle in deinem Team gewinnen, das ist auch noch nie passiert."

Der Pridemonat wird jedes Jahr im Juni begangen, er erinnert an den Stonewall-Aufstand von 1969 in Manhattan. Damals führte die Polizei eine Razzia in der New Yorker Schwulenszene durch – unter anderem in der Bar "Stonewall-Inn" – und verhaftete Menschen wegen "anstößigen Verhaltens". Erstmals widersetzte sich eine größere Gruppe diesen Verhaftungen.

Als Rapinoe nach dem Viertelfinal-Sieg auf ihren Zwist mit Trump angesprochen wurde, sagte sie:

"Mich motivieren Menschen, die mich mögen und für die gleichen Dinge kämpfen. Daraus schöpfe ich mehr Energie als aus dem Versuch, jemandem das Gegenteil zu beweisen. Das zehrt an dir." Es sei aber schön, "während des Pride-Monats bei der Weltmeisterschaft homosexuell und fabelhaft zu sein".

Megan Rapinoe nimmt Einladung ins Repräsentantenhaus an – das dürfte Trump nicht gefallen

Eine Einladung von Trump mag der US-Star wahrscheinlich nicht bekommen. Dafür aber eine von Alexandria Ocasio-Cortez, dem Shooting-Star der US-Demokraten.

Ocasio-Cortez lud Rapinoe und das gesamte US-Team ins US-Repräsentantenhaus ein. Ocasio-Cortez schlug Rapinoe am Freitag vor, dass sie zusammen mit ihren Mitspielerinnen das Repräsentantenhaus besichtigen könne. Auch wenn es "nicht das Weiße Haus sei", würde sie sich jederzeit über einen Besuch freuen.

Und tatsächlich: Rapinoe nahm diese Einladung umgehend an. Im Gegensatz zur Einladung ins Weiße Haus. Das dürfte Trump wohl nicht gefallen.

Er hatte schon zuvor auf Twitter über Rapinoe gestänkert: "Sie sollte nicht respektlos gegenüber unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge sein, zumal so viel für sie und ihre Mannschaft getan worden ist", schrieb Trump. Rapinoe solle "erst mal gewinnen, bevor sie redet".

(ll/mit dpa)

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