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April 13, 2019 - Madrid, MADRID, SPAIN - Antoine Griezmann of Atletico de Madrid celebrates a goal during the spanish championship, La Liga, football match played between Atletico de Madrid and RC Celta de Vigo at Wanda Metropolitano Stadium in Madrid, Spain, on April 13, 2019. Soccer: La Liga - Atletico de Madrid v RC Celta PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAa181 20190413_zaa_a181_078 Copyright: xAFP7x

Antoine Griezmann schwänzte das erste Training von Atlético Madrid. Bild: imago images / ZUMA Press

Jetzt Neymar und Griezmann? Wie sich Stars immer wieder zu Barca streiken

Ousmane Dembélé, Philippe Coutinho, Antoine Griezmann und Neymar haben etwas gemeinsam: Alle wollten sie zum FC Barcelona wechseln oder haben das schon getan. Und allen vieren war dafür jedes Mittel recht – auch ein Streik.

Adrian Bürgler / watson.ch

Es ist eine Unsitte, die in den vergangen Jahren in Mode gekommen ist. Ein Spieler will den Club trotz laufendem Vertrag wechseln, doch der Verein will ihn eigentlich lieber behalten. Also ist der Spieler so lange bockig, bis der Verein endlich nachgibt und ihn ziehen lässt.

Jüngstes Beispiel ist der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic, der so seinen Wechsel zum chinesischen Meister Shanghai SIPG erzwungen hat. Es sind aber auch die (teilweise noch angehenden) Superstars, die so ihren Wunschtransfer über die Bühne bringen. Und irgendwie scheint dann fast immer der FC Barcelona das Ziel zu sein.

Ousmane Dembélé

Sommer 2017. Der FC Barcelona meldet Interesse an Ousmane Dembélé an. Doch der französische Flügelflitzer besitzt bei Borussia Dortmund noch einen Vertrag bis 2021. Der Youngster will aber unbedingt für die Katalanen auflaufen.

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Ousmane Dembélé bei seiner Vorstellung in Barcelona. Bild: imago images / ZUMA Press

Also schwänzt der damals 20-Jährige das Training, taucht nicht auf. Der BVB suspendiert Dembélé und kündigt an, man werde hart bleiben. Doch beim Angebot von 105 Millionen Euro plus weitere 42 Millionen an Bonuszahlungen wird Sportchef Michael Zorc schwach. Dembélés Streik wird belohnt, er darf zum FC Barcelona wechseln.

Ein halbes Jahr später gibt er Auskunft zu seinen Überlegungen: "Ich hatte den Eindruck, dass ich die Erfüllung meines Traums verpassen würde. Deswegen habe ich mich so verhalten, dazu stehe ich." Schon 2016, als er noch bei Rennes unter Vertrag stand, hätten die Katalanen angeklopft. "Was hätte ich machen sollen? Barcelona wie damals noch einmal absagen? Das war unmöglich für mich", erklärt der Franzose.

Sein Wechsel zum spanischen FCB hat Dembélé aber kein Glück gebracht. Von Verletzungen verfolgt absolviert er in zwei Jahren nur 29 Ligaspiele, in denen er auf acht Tore kommt.

Philippe Coutinho

Winter in der Saison 2017/18. Nachdem Liverpools Spielmacher Philippe Coutinho bereits im Sommer vom FC Barcelona umworben wurde, werden nun die Gerüchte konkreter. Die Katalanen setzen alles daran, den Brasilianer zu holen. Ausrüster Nike begeht einen Lapsus und wirbt auf der eigenen Webseite mit Coutinho als Barcelona-Star, noch bevor der Transfer in trockenen Tüchern ist.

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Daumen hoch: Coutinho sorgte mit seinem Wechsel für verbrannte Erde. Bild: imago images / Pro Shots

Derweil tritt der Flügel bei Liverpool in den Streik. Im Gegensatz zu Dembélé verpasst er aber nicht nur Trainingseinheiten, sondern auch Spiele. Eine Winterpause gibt es in der Premier League nicht. Am 30. Dezember 2017 bestreitet er seine letzte Partie für die Reds.

Es sei insbesondere wegen Messi, dass Coutinho zu Barcelona wechseln wolle, wird geschrieben. Er soll sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit den Katalanen einig sein. Am 6. Januar folgt dann die Bestätigung: Coutinho hat bei Barça unterschrieben. Der FC Liverpool kassiert 145 Millionen Euro Ablöse – es ist zu diesem Zeitpunkt der zweitteuerste Fußballtransfer der Geschichte. Nur Neymar kostete noch mehr.

Die großen Erwartungen konnte er bei den "Blaugrana" aber auch nicht erfüllen. Insbesondere die letzte Saison missglückte mit nur fünf Toren und zwei Vorlagen in 34 Ligaspielen. Es gab Gerüchte, wonach der Brasilianer den Club diesen Sommer verlassen soll.

Antoine Griezmann

Sommer 2019. Am 14. Mai kündigt Antoine Griezmann in einem Video auf dem offiziellen Twitter-Kanal von Atlético Madrid an, dass er den Club im Sommer verlassen werde. Noch wusste man nicht, wohin es den Franzosen ziehen würde, doch vieles deutete auf den FC Barcelona hin.

Doch plötzlich gerät der sicher geglaubte Transfer ins Stocken. Atlético zeigt sich verärgert darüber, dass der Spieler sich bereits viel früher mit dem neuen Club geeinigt haben soll. Die Madrilenen fordern, dass Barcelona die festgelegte Ablösesumme bezahlt.

Der spanische Meister zögert. Griezmann überlegt sich, die Ablöse aus der eigenen Tasche zu zahlen. Atlético bleibt hart und fordert, dass der französische Stürmer beim Training erscheint. Dieser bleibt der Einheit aber fern. Sein Anwalt lässt verlauten, das Transfer-Theater sei "eine zu hohe emotionale Belastung" für Griezmann, weshalb er nicht mit Atlético trainieren könne.

Partido de LaLiga Santander entre el Atletico y el Sevilla. En la imagen, Griezmann. LaLiga Santander match between Atletico and Sevilla. In this picture, Griezmann. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY

Bild: imago images / Marca

Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu ist sich nun aber wieder sicher, dass er den 28-Jährigen verpflichten will. Nach dessen eigenen Angaben soll das noch "in den nächsten Stunden" passieren. Noch ist nichts passiert.

Neymar

Der Vierte im Bunde. Neymar ist seit diesem Jahr nicht mehr restlos glücklich in Paris und würde deshalb gerne wieder zurück zu Barcelona wechseln. Zu dem Club, den er 2017 für eine Rekordsumme von 222 Millionen Euro verlassen hat.

Zuerst schien es so, als würde Paris Saint-Germain den Superstar nicht ziehen lassen wollen. Was also macht der Brasilianer? Er fehlt beim Trainingsstart der Mannschaft nach PSG-Angaben ohne Genehmigung. Neymars Vater relativiert allerdings. Die Abwesenheit sei seit einem Jahr abgesprochen und habe mit der Veranstaltung einer Stiftung in Sao Paulo zu tun.

Der französische Meister kündigt dennoch Konsequenzen für den 27-Jährigen an, lenkt aber auch ein. Am späten Montagabend bestätigt Sportchef Leonardo gegenüber "Le Parisien": "Neymar darf den Club verlassen, sofern wir ein Angebot erhalten, das für alle Seiten stimmt."

Fortsetzung folgt.

Mehr zum Transfer:

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