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Manuel Neuer, Kapitän der Nationalelf, machte seit seinem Debüt im Jahr 2009 unter Bundestrainer Jogi Löw 90 Länderspiele. Bild: imago sportfotodienst/Contrast

EM 2020 und dann ist Schluss? Neuer denkt angeblich an Abschied aus der Nationalelf

Aktuell ist Manuel Neuer die Nummer eins im Tor der Nationalmannschaft. Doch wie lange noch?

Die Europameisterschaft 2020 könnte für Nationaltorwart Manuel Neuer, 33, das letzte große Turnier seiner Karriere werden. Laut der "Sport Bild" (Mittwoch) denkt der Kapitän der Nationalelf "ernsthaft" darüber nach, dass er nach der kommenden EM seine Laufbahn im DFB-Team beendet. Zitiert wurde Neuer dabei nicht.

Schon nach der WM 2018 deutete der Bayern-Profi mit Blick auf die nächste Weltmeisterschaft an: "Ich weiß nicht, ob ich 2022 noch dabei sein werde. Ich muss sehen, wie es meinem Körper geht, wie leistungsfähig ich in diesem Alter noch sein werde."

Zuletzt hatte der Weltmeister von 2014 Anfang September bei einer Nationalmannschafts-Pressekonferenz gesagt, dass er sich nur auf die aktuelle Saison und die EM 2020 konzentrieren wolle. "Ich denke nicht über den Sommer hinaus", sagte Neuer. Der ehrgeizige Schlussmann wird im kommenden Jahr 34 Jahre alt.

Neuer oder ter Stegen: Erübrigt sich die Debatte um die Nummer eins von selbst?

Die aktuelle Debatte um die Frage, wer das Tor der DFB-Elf hüten soll, könnte sich also schon bald von selbst erübrigen. Viele Fans und Experten fordern schon lange, dass Jogi Löw Marc-André ter Stegen, 27, zum Stammtorwart macht.

Ter Stegen zeigt konstant gute Leistungen beim spanischen Topklub FC Barcelona. Nach dem 0:0 zum Champions-League-Auftakt mit den Katalanen bei Borussia Dortmund der gefeierte Mann. Vor allen Dingen in der spanischen Presse. Die "Marca" schreibt zum Beispiel: "Ter Stegen wäre in jeder Nationalmannschaft Stammtorwart – außer in Deutschland. In Dortmund wurde er zum Riesen und schickte eine Nachricht an Joachim Löw. Er muss Stammtorhüter in Deutschland sein. Es ist die Nostalgie, die momentan für Manuel Neuer spricht."

Ter Stegen stünde als Nachfolger zwischen den Pfosten bereit.

(as)

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