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Marc-André ter Stegen am Dienstag in Dortmund. bild: screenshot tv.dfb.de

Ter Stegen pariert souverän alle Fragen zur Torwart-Debatte – Jogi Löw wird deutlich

Die Pressekonferenz der Nationalmannschaft vor dem Testspiel gegen Argentinien (Mittwoch) begann am Dienstag mit einer kleinen Verspätung. Rund 15 Minuten ließen Pressesprecher Jens Grittner und Torwart Marc-André ter Stegen die Journalisten in Dortmund warten.

Ter Stegen und Dortmund, da war doch was? Richtig, nach der hervorragenden Leistung des Barcelona-Torwarts gegen Borussia Dortmund in der Champions League (0:0) begann die große Torwart-Diskussion um die Nummer eins im Kasten der Nationalelf.

Nun wird Bundestrainer Joachim Löw ter Stegen im Torhüterduell mit Neuer die versprochene Bewährungschance geben, die er während der vergangenen Länderspielreise nicht einhielt. Gegen die "Albiceleste" wird der ehemalige Mönchengladbacher, dessen "persönliches Ziel die Nummer eins" ist, wie er am Dienstag bekräftigte, also im Tor stehen.

Und natürlich war das erste große Thema der Pressekonferenz der zurückliegende Torwartstreit.

Einige Journalisten im Raum versuchten, die Debatte erneut aufflammen zu lassen, indem sie ter Stegen dazu befragten. Sie wollten ihm brisante Aussagen aus den Rippen leiern, doch den Gefallen tat er ihnen nicht. Nicht beim ersten Mal, nicht beim zweiten Mal, nicht bei der dritten und vierten Nachfrage...

Angesprochen auf die Frage, ob er nach der Torwartdiskussion Druck oder besondere Aufmerksamkeit spüre, meinte ter Stegen: "Nein. Ich fühle mich nicht unter Druck. Ich will mein Bestes geben, wie immer. Jeder will sich in dem Spiel präsentieren, das ist auch meine Situation."

Auch, als es um die verbalen Attacken gegen ihn aus München ging, erklärte ter Stegen bloß: "Darüber mache ich mir nicht viele Gedanken, ich konzentriere mich auf Fußball. Die Leistung auf dem Platz ist wichtig."

Ebenso mit Blick auf die EM 2020, für die Löw Neuer bereits eine Stammplatzgarantie gegeben hatte, meinte der 27-Jährige: "Für mich gilt es, bestmögliche Leistungen zu zeigen, mich zu beweisen, um ihm die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen."

Über den Stand der Torwartfrage und das Verhältnis zu Manuel Neuer sagte er: "Es gibt es keine Diskussion, keinen Streit, keinen Moment, wo wir sagen: Wir müssen unbedingt sprechen. Wir reden jeden Tag und haben ein gutes, professionelles Verhältnis."

Jogi Löw wurde da etwas deutlicher...

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Jogi Löw. bild: screenshot tv.dfb.de

Während ter Stegen die Fragen der Journalisten souverän parierte wie im Barcelona Bälle, reagierte Löw später außergewöhnlich deutlich, als er auf die Torwartdiskussion angesprochen wurde: "Die Situation ist intern klar."

Der Bundestrainer wurde sogar lauter, als er sagte:

"Für mich ist das aktuell das allerkleinste Problem. Das ist überhaupt keine Baustelle."

Jogi Löw.

Recht hat er, der Bundestrainer, ist doch die Torwartposition, unabhängig von der aktuellen Verletztenmisere im DFB-Team, aktuell die einzige, die in der Nationalelf im Moment das Prädikat "Weltklasse" verdient.

So könnte Deutschland gegen Argentinien auflaufen:

ter Stegen/FC Barcelona (27 Jahre/22 Länderspiele) - Klostermann/RB Leipzig (23/4), Süle/Bayern München (24/22), Stark/Hertha BSC (24/0), Halstenberg/RB Leipzig (28/4) - Kimmich/Bayern München (24/44), Can/Juventus Turin (25/22) - Havertz/Bayer Leverkusen (20/5) - Gnabry/Bayern München (24/10), Waldschmidt/SC Freiburg (23/0), Brandt/Borussia Dortmund (23/27).

sid

(as)

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