Sport
Vector blue spiral pattern (Chinese auspicious clouds) background textured

Bild: imago/watson-montage

US-Weltmeisterinnen wollen nicht ins Weiße Haus – und haben eine Botschaft an Trump

US-Fußballstar Megan Rapinoe glaubt nach dem Gewinn ihrer Mannschaft bei der Weltmeisterschaft nicht, dass ihre Mitspielerinnen einer Einladung ins Weiße Haus folgen würden.

Rapinoe sagte am Dienstag im US-Sender CNN:

"Ich würde nicht gehen und jede Mannschaftskollegin, mit der ich explizit darüber gesprochen habe, würde auch nicht gehen."

Sie glaube nicht, dass "irgendjemand in der Mannschaft" ein Interesse daran habe, sich "von dieser Regierung vereinnahmen und korrumpieren zu lassen".

Die US-Nationalmannschaft hatte am Sonntag im Finale der Frauenfußball-WM in Frankreich die Niederlande mit 2-0 besiegt, Rapinoe steuerte ein Elfmetertor zum Sieg bei. Bereits vor dem Triumph hatte sie gelobt, bei einer möglichen Einladung von US-Präsident Donald Trump zu Hause bleiben zu wollen. Trump hatte daraufhin im Kurzbotschaftendienst Twitter geantwortet, die Stürmerin "sollte niemals unser Land, das Weiße Haus oder unsere Flagge geringschätzen".

Rapinoes Botschaft an Trump

Auf die Frage, ob sie eine Nachricht für den Präsidenten habe, sagte Rapinoe am Dienstag: "Ich würde sagen, dass Ihre Botschaft Menschen ausschließt. Sie schließen mich aus. Sie schließen Menschen aus, die aussehen wie ich. Sie schließen nicht-weiße Menschen aus."

Rapinoe ist eine von mehreren homosexuellen Spielerinnen in der Nationalmannschaft. Sie warf Präsident Trump vor, mit seinem Slogan "Make America Great Again" (Macht Amerika wieder groß) die Vergangenheit zu verklären. "Ich denke, dass sie sich auf eine Ära beziehen, die nicht großartig für jeden war. Sie mag großartig für einige wenige Menschen gewesen sein und vielleicht ist Amerika auch jetzt für einige wenige Menschen großartig, aber es ist nicht großartig für genug Amerikaner in dieser Welt."

Mit Trump kamen die Absagen

Seitdem Trump 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, haben sich die traditionellen Empfänge erfolgreicher Sportler in den USA zu einem Politikum entwickelt. Einer Rechnung zufolge hat seitdem rund die Hälfte der 20 Sieger von College- und Profiwettbewerben ihren Besuch abgesagt oder wurden gar nicht erst eingeladen.

Prominente Beispiele waren die Golden State Warriors, Basketball-Meister der Jahre 2017 und 2018, sowie die Philadelphia Eagles, die 2018 das American-Football-Großereignis Super Bowl gewannen. Auch vom amtierenden Baseballmeister Boston Red Sox kam nur ein Teil der Mannschaft ins Weiße Haus.

(ts/afp)

Lass deine Schuhe in der Bahn an

Play Icon

Was im Sport gerade noch alles wichtig ist:

Den FC Bayern und Neuer freut's: Ter Stegen leistet sich üblen Patzer bei Barcelona-Spiel

Link zum Artikel

Politiker Sonneborn schreibt lustigen Brief an Hoeneß – mit böser Höcke-Zeile

Link zum Artikel

"Typischer Uli Hoeneß" – Ex-Stars gehen auf den Bayern-Präsidenten los

Link zum Artikel

"Andy Möller Hurensohn" – was hinter dem Frankfurt-Banner gegen den Ex-Star steckt

Link zum Artikel

In der 67. Minute gegen Barca: Stadiondurchsage des BVB ist ein cleverer Trick

Link zum Artikel

Regisseur der BVB-Doku verrät, was in der Kabine passierte und warum Reus ihn beeindruckte

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel

Löw nominiert Kader – und der beste deutsche Stürmer ist wieder nicht dabei

Link zum Artikel

Nur 5 Bayern-Tore, aber 6 Scorer-Punkte: Lewandowski führt "unmögliche" Statistik

Link zum Artikel

FC Bayern verzockt sich bei Timo Werner – dabei soll alles schon klar gewesen sein

Link zum Artikel

Ibrahimovic zerstörte van der Vaart und wurde mit einem Tor zum Weltstar

Link zum Artikel

Lachnummer Salihamidzic? So schneidet er im Vergleich zu seinen Vorgängern ab

Link zum Artikel

Diese deutschen Stadien gibt es bei FIFA 20 – vier aus der 2. Liga sind auch mit dabei

Link zum Artikel

Unions Neven Subotic fährt nach dem Spiel mit der S-Bahn nach Hause – nicht zum ersten Mal

Link zum Artikel

HSV hat heute seinen letzten Spitzenplatz verloren – ausgerechnet an Werder

Link zum Artikel

Eintracht hip, Gladbach raucht, FCB ganz schlicht: Die neuen Bundesliga-Trikots im Ranking

Link zum Artikel

"Hunderte Dinge haben mich genervt" – Dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fußball

Link zum Artikel

Weniger Zeitspiel bis neue Handregel: Das sind die neuen Fußball-Regeln

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Nicht nur Zigaretten in den Stutzen – das sind die legendärsten Walter-Frosch-Geschichten

9. September 2007: Walter Frosch – allein der Name ist schon Kult. Der Mann dahinter mit Walross-Schnauz, lockerem Mundwerk und beinharten Grätschen gehört zu den schrägsten Vögeln der Bundesliga-Geschichte – und ist mitverantwortlich für die Einführung von Gelb-Sperren.

Wer beim FC St.Pauli ein Kultspieler werden will, der muss sehr speziell sein.

Walter Frosch ist so einer, der die Herzen der Fans im Sturm eroberte. "Ein Vorbild, das soff und rauchte", titelte die "Welt" nach seinem Tod im November 2013. Von 1976 bis 1981 kickte der Verteidiger für St.Pauli und wurde 2008 von den Lesern des "Hamburger Abendblatt" in die Jahrhundert-Elf des Klubs gewählt.

Über 25 Jahre nach seinem letzten Profiauftritt für den Hamburger Verein läuft er wieder einmal am …

Artikel lesen
Link zum Artikel