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Oliver Sanne wurde vor dem Halbfinale aus der "Dschungelshow" gewählt. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Dschungelcamp

Kandidat Oliver Sanne bereut "Dschungelshow"-Auftritt und enthüllt RTL-Strategie

Die große "Dschungelshow" steht schon kurz vor dem Halbfinale und mehrere Kandidaten mussten die Sendung bereits verlassen. Zu ihnen zählt auch der einstige RTL-Bachelor Oliver Sanne, der viele Zuschauer mit diversen Macho-Sprüchen gegen sich aufbrachte. Als seine Kontrahentin Christina Dimitriou beispielsweise die Kleidung fürs Tiny House überzog, meinte er zum Beispiel: "Also Christina, dass du beim ersten Date die Hose runterziehst, hätte ich nicht gedacht."

So war das Abenteuer für Sanne dann auch recht schnell vorbei, denn das Publikum wählte ihn nach drei Tagen aus der Sendung. Die Chance auf das goldene Ticket nach Australien ins nächste Dschungelcamp 2022 ist vertan. Auf Instagram äußerte er sich nun zu seinem verpatzten "Dschungelshow"-Auftritt.

Oliver Sanne erklärt RTL-Masche beim Dschungelcamp

"Viele Grüße vom vermeintlichen Bösewicht", beginnt Sanne das Video. Die Kritik an seinem Verhalten ist ihm also nicht entgangen. Schon zu Beginn räumt er ein: "Ich habe mir das Ganze angeschaut und auch mal reflektiert und möchte hier auf jeden Fall auch sagen, dass die Darstellung, so wie ichs gesehen habe, und dass diese negativen Kommentare, die dadurch entstanden sind und dieser negative Eindruck, definitiv auch irgendwo berechtigt ist."

Oliver Sanne mit Sam Dylan und Christina Dimitriou bei einer Dschungeltauglichkeitsprüfung.

Oliver Sanne mit Sam Dylan und Christina Dimitriou bei einer Dschungeltauglichkeitsprüfung. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Sanne sei mitunter wirklich "fies" rübergekommen und möchte auch gar nicht behaupten, "der Schnitt sei schuld". Jedoch stellt er heraus, dass die Kandidaten beim Dschungelcamp alle in eine bestimmte Kategorie eingeteilt sind, die durch die Inszenierung von RTL auch gezielt gefestigt werde. Dazu nennt Sanne konkrete Beispiele:

"Das Problem ist halt einfach, dass RTL oder diese ganzen Reality-Stars ihre Typen kategorisieren. Es gibt in jeder Staffel den 'Typ Yotta' [...], in jeder Staffel gibt es einen Typ, der sehr gewinnverdächtig ist. Ein vermeintlich armer, schwächerer Typ, so wie Joey Heindle, wie Menderes, ein bisschen "dusselig" wie eine Burdecki. Ich war der Prolet und Christina war der Asi-Charakter. Es wurde immer der Charakter von der Person festgehalten. Sam war nicht der einzige, der nach Alkohol gefragt hat, sondern ich hab auch regelmäßig nach Alkohol gefragt."

Mit dem letzten Satz spielt der Ex-Bachelor darauf an, dass Sam Dylans Alkoholkonsum im Tiny House mehrmals deutlich vom Sender hervorgehoben wurde und der Kandidat somit automatisch in einer Schublade landete. RTL setzt auf diese Weise Schwerpunkte, über die eben ein gewisses Bild eines Teilnehmers beim Publikum entsteht. Im Fall von "Bösewicht" Sanne sei das natürlich nicht anders gewesen.

Auch Sam Dylan moniert, wie er rüberkam

Dylan selbst übrigens beschwerte sich im Gespräch mit watson auch bereits über seine Darstellung in der "Dschungelshow": "Eine Claudia Obert trinkt 24 Stunden am Tag. Ich trinke eine Flasche Asti und es heißt, ich bin Alkoholiker – also wirklich lächerlich", waren seine Worte.

Der 34-jährige Sanne bekräftigt dann noch weiter, dass die "Dschungelshow" viele Situationen zuspitze. So habe es zwischen ihm, Sam Dylan und Christina Dimitriou eigentlich gar kein Drama gegeben: "Es gab nix Negatives, es gab super Harmonie, es gab keine Lästereien, es gab die direkte Ansage an beide Mitbewohner, sowohl an Sam als auch an Christina von mir persönlich, was ich von den beiden halte. [...] Beiden habe ich aber auch regelmäßig das Kompliment gemacht, dass ich sie komplett fehleingeschätzt habe und so wie ich sie kennengelernt habe, sind die wirklich sympathische, liebevolle, gute Menschen."

RTL hatte bei dem Trio Konflikte forciert, als den Teilnehmern an einem Tag Aufnahmen der jeweils anderen vorgespielt wurden, in denen diese über ihre Konkurrenten im Haus ordentlich ablästerten. In Wahrheit war die Stimmung laut Sanne aber Bestens.

"Dschungelshow" war "Griff ins Klo"

Insgesamt räumt er ein, dass er sich etwas anderes von der "Dschungelshow" erhofft hatte. Er wollte nach eigenen Angaben der Welt seine wahre Persönlichkeit zeigen, die auch seinen Freunden und Familien vertraut ist. Das ging offensichtlich nach hinten los. Sannes Bilanz lautet daher:

"Das war ein Griff ins Klo, muss ich ganz klar sagen. Und so wie man es gesehen hat, kann ich auch verstehen, dass die Leute denken 'Was bist du denn für einer?'"

Er stellt aber auch fest, dass er jetzt nichts mehr ändern könne und fügt hinzu: "Ich möchte mich in dem Sinne auch gar nicht wirklich entschuldigen, weil ich mir keiner Schuld bewusst bin. Ich denke, Christina und Sam können dazu auch nochmal was sagen."

Sannes TV-Karriere soll jedenfalls auch nach dem etwas unglücklichen Ausflug ins Tiny House weitergehen und so schließt er das Video mit einer optimistischen Ankündigung ab: "Ihr werdet mich so schnell nicht los, die nächsten Shows kommen bestimmt. Ob Macho oder nicht, ich bin dabei."

Zu der Behauptung Sannes, RTL würde die "Dschungelshow"-Kandidaten gezielt in eine bestimmte Typen-Schublade stecken, wollte der Sender auf Nachfrage von watson keine Stellungnahme abgeben.

(ju)

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