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Hatte mal wieder Ärger mit Justitia: Der Berliner Rapper Fler. Bild: Fler

Fler: Hohe Geldstrafe für einen Instagram-Post

Eigentlich hat es Rapper Fler dieses Jahr bis jetzt eher ruhig angehen lassen. Jedenfalls für seine Verhältnisse. Trotzdem hatte der meinungs- und lautstarke Berliner schon wieder Ärger. Die Gründe liegen aber wahrscheinlich in der Vergangenheit.

So berichtet Fler im Interview mit "16Bars", dass er kürzlich einen Strafbefehl erhalten habe. Der Anlass war anscheinend ein Post auf Instagram. Ist das nach gewissen Vorgeschichten im Zusammenhang mit seinem Erzfeind Bushido noch wenig überraschend, so lässt die Summe aufhorchen, zu der er verdonnert wurde: 54.000 Euro sollen es gewesen sein, erklärt er der Moderatorin.

"Ich hab letztens einen Strafbefehl bekommen von 54.000 Euro. Wegen einem Instagram-Post", so Fler wörtlich. Es seien 180 Tagessätze á 300 Euro gewesen, führt er weiter aus. Er könne aber Einspruch einlegen. Die Summe findet er dennoch sehr hoch: "Das gibt's bei keinem anderen", ist er sich sicher.

Aber was genau ist eigentlich ein Strafbefehl? Hat man schon mal gehört, klar, aber was es genau ist, wissen wohl nur die wenigsten. Kein Problem, Fler erklärt im Gespräch auch das:

"Es kommt zu einer Anzeige und es kommt zum Verfahren. Es gibt eine Anklage und dann sagt der Richter: Okay, dieses Verfahren will ich nicht in einem Gerichtstermin klären, ich schreib einfach einen Strafbefehl, und derjenige kann den akzeptieren. Das heißt: Du kriegst dann einen Brief, da stehen dann die Tagessätze drin, deine Strafe."

Fler über Strafbefehle

Droht neuer Ärger?

Hätten wir das auch geklärt. Neuen Ärger könnte Fler übrigens schon bald bekommen. Am Samstag ließ er sich dazu hinreißen, den Comedian Shahak Shapira zu beleidigen. Der machte Sprachnachrichten öffentlich, in denen Fler ihm drohte – und schwang sich dabei gleich noch zum mutigen Kämpfer für Gerechtigkeit auf. Anlass des Disputs war nämlich, dass Shapira zuvor auf seinem Instagram-Kanal Screenshots veröffentlicht hatte, die zeigen sollen, wie Fler eine Frau beleidigt.

Diese hatte in einem Video der Organisation Terre des Femmes mitgewirkt, in der unter dem Motto #UnHateWomen sexistische und frauenverachtende Rap-Zeilen angeprangert werden. Neben verschiedenen anderen deutschen Rappern war auch Fler vertreten: "Will keine Frau'n, ich will Hoes, sie müssen blasen wie Pros", lautet diese.

Das Dumme an der Sache war nur: Shapiras Posts zum Thema befassten sich weit mehr mit seiner eigenen Person als mit dem eigentlichen Anliegen der Frau. Aus einem Appell gegen Sexismus wurde so letztlich ein Ego-Problem zwischen zwei Männern.

(om)

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