Die Schöpferin von

Die Schöpferin von "Shadow and Bone" hatte ein mulmiges Gefühl dabei, die Rechte an der Geschichte zu verkaufen. Bild: Netflix

Kampf um "Shadow and Bone": Warum Netflix die Hit-Serie bekommen hat

Mit "Shadow and Bone" wird Netflix dem anhaltenden Fantasy-Hype gerecht: Die Serie hält sich bereits seit einigen Tagen weit oben in der deutschen Top-10 des Streaming-Diensts, die Bestellung einer zweiten Staffel scheint zum Greifen nah. Eine Erleichterung insoweit ist sicherlich die Tatsache, dass die Handlung auf dem so genannten Grishaverse von Leigh Bardugo basiert, wie bei "Game of Thrones" und "The Witcher" gibt es also eine literarische Vorlage zur Orientierung für die Macher.

Im Interview mit "Digital Spy" verriet Bardugo nun, wie schwer es ihr fiel, die Rechte an der Geschichte zu übertragen – und erklärte auch, warum ausgerechnet Netflix am Ende das Rennen machte.

Darum vertraut die "Shadow and Bone"-Autorin Netflix

Die Autorin hat sehr viel Zeit und Mühe in ihre Reihe investiert. Entsprechend groß waren ihre Befürchtungen, als es um die Möglichkeit einer Verfilmung ging. Dazu meint sie: "Ich habe jetzt neun Bücher über dieses Universum geschrieben. Ich kann sagen, dass es absolut furchterregend ist, das eigene Lebenswerk jemandem zu übergeben. Es ist auf grundlegende Weise absolut entmutigend."

Dennoch war sie schließlich damit einverstanden, den Stoff Netflix anzuvertrauen. Dabei spielte insbesondere der Showrunner Eric Heisserer eine Rolle, der sie von seiner Vision überzeugen konnte:

"Eric Heisserer und ich haben uns früh zusammengesetzt, und wir hatten ein sehr offenes und ehrliches Gespräch darüber, was wir ändern wollten, was wir als das Herzstück dieser Geschichten empfanden. Und wenn sich diese Verbindung nicht ehrlich und überzeugend angefühlt hätte, wären wir wahrscheinlich nicht weitergekommen."

Eben dieser positive Eindruck war für Bardugo keine Selbstverständlichkeit, denn schon zuvor hatte sie Verhandlungen mit anderen Interessenten geführt, welche weit weniger gut verliefen. Anscheinend gab es mehrere Studios beziehungsweise Streaming-Dienste, die die Story adaptieren wollten. Die 46-Jährige ergänzt zu dem Thema:

"Es gab schon früher großes Interesse an den Büchern. Ich kam aus diesen Treffen immer mit dem schlimmsten Bauchgefühl heraus."

Nun aber bekundet die Autorin, dass der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um das Grishaverse filmisch aufzubereiten und einem noch größeren Publikum zuzuführen. Zugleich betont sie erneut, dass es trotzdem nicht zu der Adaption gekommen wäre, wäre das erste Meeting mit Heisserer nicht so "ehrlich und überzeugend" gewesen. Ihr positives Fazit lautet sodann: "Es war, als hätten wir darauf gewartet, die richtigen Partner in Netflix und Eric Heisserer zu finden."

(ju)

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