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Szene aus "Tiger King": Joe Exotic mit einer seiner Schmusekatzen. Bild: netflix

Irrer Plan von "Tiger King"-Star Joe Exotic: Trump soll ihn begnadigen

Neues Futter für Fans der umstrittenen sowie kultigen Netflix-Show "Tiger King": Wie das US-Portal "TMZ" berichtet, soll sich Serien-Antiheld Joe Exotic an Donald Trump persönlich wenden wollen.

Aber der Reihe nach: Die Dokuserie um den schillernden Privatzoobesitzer, der inzwischen wegen eines Mordauftrags sowie Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen in Fort Worth im Gefängnis sitzt, wurde Berichten zufolge binnen zehn Tagen über 30 Millionen Mal gestreamt.

Exotic wurde im vergangenen Jahr beschuldigt, einen Auftragskiller auf seine Widersacherin - die kontroverse Tierschützerin Carole Baskin - angesetzt zu haben. Der heute 57-Jährige wurde zu einer 22-jährigen Haftstrafe verurteilt. Und nun hofft er auf die Begnadigung durch US-Präsident Trump.

Dies will eine Quelle aus dem Umfeld Exotics (bürgerlich Joseph Allen Maldonado-Passage) dem US-Portal verraten haben. Derzeit arbeite sein Anwaltsteam an einem Schriftstück, das beweisen soll, dass er zu Unrecht für den Mordkomplott gegen Baskin verurteilt wurde. Die Beweise wolle man dann an Präsident Trump senden.

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Joe Exotic bei seiner Inhaftierung. Bild: ap

Warum sich der Netflix-Star Hoffnung auf eine Begnadigung macht? Es wird angeführt, er habe nahezu jedem erzählt, dass er Baskin tot sehen wollte und auch entfernten Bekannten bis zu 50.000 Dollar geboten, um sie verschwinden zu lassen. Die krude Argumentation der Anwälte: Wer ernsthaft einen Mord plane, würde nicht unzähligen Menschen davon erzählen.

Dann wäre da noch Joes ehemaliger Mitarbeiter Allen Glover, der 3.000 Dollar für den Auftragsmord an Baskin erhalten haben soll. Im Gerichtsverfahren erklärte Exotic, mit dem Geld habe er nur dafür sorgen wollen, dass Glover seinen Zoo endlich verlässt. Gegenüber "TMZ" gab besagter Ex-Angestellte zu, er hätte sich gerne "noch mehr an ihm gerächt", da sein ehemaliger Chef so vielen Menschen und Tieren in der Vergangenheit Leid zugefügt hätte. Für die Anwälte von Joe Exotic ein klares Zeichen für dessen Befangenheit.

Das sagte Donald Trump zu Joe Exotic

Der US-Präsident hatte sich indes schon zuvor zu einer Begnadigung von Joe Exotic geäußert. Im Rahmen einer Pressekonferenz zur Corona-Krise entgegnete er den anwesenden Journalisten auf die Frage, ob er den Fall kenne und eine geringere Haftstrafe in Betracht ziehen wolle: "Das sehe ich mir mal an." Dabei soll es sich allerdings um einen Scherz gehalten haben.

(ab)

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