Unterhaltung
Bild

amazon (nicht netflix)

20.000 Christen unterschreiben Petition gegen Amazon-Show – und schicken sie dem Falschen

Himmel hilf! 20.000 Christen haben eine Petition unterschrieben, die Amazon dazu auffordert, die Show "Good Omens" abzusetzen. Deren Geschichte basiert lose auf einem Fantasy-Roman von Terry Pratchett and Neil Gaiman’s aus dem Jahr 1990, und was soll man sagen: Sie dreht sich um die seltsame Allianz zwischen Dämon Crowley und Engel Aziraphale, die zusammen die Geburt des Antichristen und die Apokalypse verhindern wollen – Fundamentalisten sind nicht unbedingt Zielgruppe.

Deshalb wollte die Kampagne der Christen aus dem Umfeld der "US Foundation for a Christian Civilisation" die Serie verhindern, wie der guardian berichtet. "Good Omens" sei ein weiterer Versuch der modernen Pop-Kultur, "Satanismus normal und im rechten Licht darstehen zu lassen", schreiben die Christen in ihrer Petition.

Lesenswert: Capital Bra will Helene Fischer nach Mega-Flop helfen: "Wir holen die da raus"

Das alles sei Blasphemie. Noch schlimmer sogar sei, dass Gott von einer Frau gesprochen würde. Die Amazon-Show zerstöre auch die vernünftige Angst der Menschen vor dem Teufel.

Ein Wink des Himmels für Amazon

Die wütenden Hardcore-Gläubigen schickten ihre Beschwerde also an Netflix, um dort ihren Willen durchzusetzen... richtig gelesen, Netflix. Der Streaming-Anbieter, der schlicht überhaupt nichts mit Good Omens zu tun hat. Das muss man bei Amazon wohl als Wink des Himmels für die eigene Show bewertet haben.

Die Evangelikalen ernteten auch gleich Spott vom Autor selbst:

Dumm gelaufen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Gruppe hinter der Petition in die Öffentlichkeit tritt. Im vergangenen Jahr hatte sie Walmart dazu aufgefordert, den Verkauf von "satanischen Produkten" zu stoppen. Damals kam die Beschwerde immerhin an.

(mbi)

Dark Staffel 2

Süßer Hundecontent bald auch auf Netflix

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"How to Sell Drugs Online (Fast)" bei Netflix: Und plötzlich steht der Dealer in der Tür

Es war einer der spektakulärsten Fälle in der Geschichte der Online-Kriminalität: Über die Internet-Drogenbörse "Shiny Flakes" verkaufte der Leipziger Maximilian S. von seinem Kinderzimmer aus eine Tonne Drogen. Amphetamin, LSD, Kokain, Haschisch, Heroin – die Produktpalette war endlos. Im Februar 2015 flog der damals 19-Jährige auf und musste später für sieben Jahre ins Gefängnis.

Diese und ähnliche Internet-Drugkingpin-Geschichten nutzte die "Bild und Tonfabrik" (BtF), die auch Jan …

Artikel lesen
Link zum Artikel