BEVERLY HILLS, CALIFORNIA - OCTOBER 25: Piers Morgan attends the 2019 British Academy Britannia Awards presented by American Airlines and Jaguar Land Rover at The Beverly Hilton Hotel on October 25, 2019 in Beverly Hills, California. (Photo by Frazer Harrison/Getty Images for BAFTA LA)

Moderator Piers Morgan machte sich als schärfster Kritiker von Meghan Markle einen Namen. Bild: Getty Images North America / Frazer Harrison

Piers Morgan legt nach: Darum fordert er die Royal-Namen zu Meghans Rassismus-Anschuldigungen

Die Reaktion des englischen Moderators Piers Morgan sorgte nach dem Enthüllungs-Interview mit Oprah Winfrey von Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan für viel Aufsehen: Er warf insbesondere der ehemaligen Schauspielerin vor, über die Royals zu lügen. Unter anderem behauptete sie, es habe mangelnde Unterstützung durch die Königsfamilie für sie gegeben, als sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte.

Weiterhin hieß es in dem am 8. März ausgestrahlten Interview von ihr, dass es während ihrer ersten Schwangerschaft innerhalb der Königsfamilie Bedenken darüber gegeben habe, wie "dunkel" die Haut ihres Kindes wohl sein würde. Das löste einen Eklat aus. Wer aber genau diese Diskussion geführt habe, gab Meghan nicht preis, zu schädigend sei das für die Zukunft des betreffenden Blaublüters. Lediglich die Queen und ihr Gatte Prinz Philip wurden nachträglich von den Beschuldigungen ausgenommen.

Morgan wiederum wetterte im Morgenmagazin "Good Morning Britain" seines ehemaligen Arbeitgebers ITV nach dem Oprah-Gespräch: "Es tut mir leid, ich glaube ihr kein einziges Wort von dem, was sie sagt. Ich würde ihr nicht einmal glauben, wenn sie mir die Wettervorhersage vorlesen würde." Im Nachgang zu seiner Wutrede über Meghan gingen Tausende Beschwerden beim Sender ein, die zu Morgans Kündigung führten.

FILE - This image provided by Harpo Productions shows Prince Harry, from left, and Meghan, Duchess of Sussex, in conversation with Oprah Winfrey. Almost as soon as the interview aired, many were quick to deny Meghan’s allegations of racism on social media. Many say it was painful to watch Meghan's experiences with racism invalidated by the royal family, members of the media and the public, offering up yet another example of a Black woman's experience being disregarded and denied. (Joe Pugliese/Harpo Productions via AP, File)

Prinz Harry und Meghan gaben Oprah Winfrey ein vieldiskutiertes Interview. Bild: ap / Joe Pugliese

Diese sorgte allerdings nicht dafür, dass er seine Aussagen zurückzog, stattdessen stichelt er weiterhin in Interviews über Meghan und Harry. Eine weitere Plattform dafür bekam der berüchtigte Kritiker der Ex-"Suits"-Darstellerin bei "Extra" mit dem Moderator Billy Bush. Das Gespräch der beiden lief am Dienstag und am Mittwoch im britischen Fernsehen. Am Mittwoch verlieh Morgan seiner Forderung noch einmal Nachdruck, von Meghan die Namen zur Rassismus-Behauptung aus dem Oprah-Interview hören zu wollen und nannte dafür neue Gründe.

Piers Morgan will wissen, welcher Royal rassistische Aussagen tätigte

In seiner gewohnt schnippischen Art legte Morgan in "Extra" nach: "Meghan hat noch nicht gesagt, wer diese Person ist, also kommen nach wie vor alle außer der Queen und Prinz Philip infrage, die sie großmütig aus dem Kreis der Verdächtigen genommen haben." Weiterhin stellte er über die vermeintliche Dringlichkeit der Namenspreisgabe fest:

"Es gab in den Augen eines Royals ein Problem mit der Hautfarbe des Kindes? Wenn es wirklich so war, dann möchte ich wissen, wer dieser Royal ist, weil ich ihn als britischer Steuerzahler finanziere. Und ich will keine Steuern für einen Rassisten bezahlen."

Dann sinnierte der 56-Jährige darüber, wie das erste Wiedersehen der Prinzenbrüder wohl aussehen wird, wenn sie im Sommer wieder aufeinandertreffen. Dazu wird es wohl anlässlich des Geburtstages von ihrer verstorbenen Mutter Prinzessin Diana kommen, die am 1. Juli 2021 60 Jahre alt geworden wäre. Dazu äußerte Morgan: "Ich sehe schon vor mir, wie William und Harry nebeneinanderstehen werden, nach all dem, was passiert ist."

William und Harry sollen nach dem Enthüllungs-Interview miteinander telefoniert haben, das Gespräch sei allerdings nicht sehr versöhnlich abgelaufen, wie Gayle King im Nachhinein auf CBS preisgab. William habe auf den Bericht empfindlich reagiert, denn er heiße es nicht gut, dass Harry offenbar die amerikanische Presse über persönliche Telefonate informiert und bringe Insidern zufolge Harry nur noch wenig Vertrauen entgegen.

Als Morgan von Bush gefragt wurde, wen er als Gewinner nach dem Oprah-Interview sehe, nach alldem, was es ausgelöst hatte, fiel seine Antwort eindeutig aus:

"Die Queen ist viel beliebter, sie sitzt seit 68 Jahren auf dem Thron. Meghan und Harry sind jetzt nur noch Promis, die ihre königlichen Titel gegen Verträge mit Netflix und Spotify eingetauscht haben."

Darum ging es im ersten Teil des Morgan-Interviews

Bereits nach dem ersten Part des Gespräches bei "Extra" gab es Schlagzeilen über Morgans Aussagen. Er hatte darin behauptet, dass Königshausmitglieder sich bei ihm gemeldet hatten, die ihm dafür gedankt haben, dass er sie nach dem Oprah-Interview gegen Meghan und Harry verteidigt habe. "Ich habe einige Nachrichten im Namen mehrerer Königsfamilienmitglieder erhalten", schilderte er und wandte schließlich die von ihm so verhasste Meghan-Methode an: "Ich werde nicht darauf eingehen, von wem die Nachrichten kamen, aber ich bin dankbar, dass sich jemand darauf bei mir gemeldet hat."

Seine Karriere sieht Morgan im Übrigen nicht durch die ITV-Kündigung und die Beschwerden der Zuschauer als beendet an. Er habe verschiedene Angebote aus Großbritannien und den USA auf dem Tisch und wäge nun zwischen ihnen ab: "Ich werde mir dafür Zeit nehmen und hoffentlich mit etwas Unterhaltsamem, Aufregendem zurückkommen. Ich glaube nicht, dass ich gecancelt bin."

(cfl)

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