ARCHIV - 02.10.2019, Gro

Prinz Harry hat demnächst gleich zwei Jobs. Bild: dpa / Facundo Arrizabalaga

Nach Interview mit Oprah Winfrey: Prinz Harry nimmt gleich mehrere Jobs an

Prinz Harry gilt seit dem Megxit nicht mehr als Senior-Royal innerhalb des britischen Königshauses – erst vor wenigen Wochen hat die Queen ihrem Enkel im Rahmen des Exit-Verfahrens sämtliche Schirmherrschaften, die er innehatte, sowie verbleibende militärische Titel aberkannt.

Im Enthüllungsinterview mit Oprah Winfrey erklärte Harry zudem, dass er, seine Frau Meghan und ihr gemeinsames Kind Archie seit Anfang 2020 keine finanzielle Unterstützung mehr von den Royals bekommen. Seitdem leben die drei von dem Erbe von Harrys Mutter Prinzessin Diana: "Ich habe das, was meine Mutter mir hinterlassen hat. Und ohne das hätten wir das nicht geschafft", erklärte der 36-Jährige im Gespräch mit Winfrey beim US-TV-Sender CBS.

Finanzielle Absicherung sei schließlich auch der Grund dafür gewesen, dass Harry und Meghan im vergangenen Jahr hochkarätige Verträge mit Spotify und Netflix unterschrieben hätten. Doch der Familienvater will sich nun offenbar auch unabhängig von seiner schwangeren Ehefrau beruflich weiterentwickeln, innerhalb kürzester Zeit nahm er jetzt gleich zwei Jobs in seiner Wahlheimat an.

Erster Job bei Coaching-Firma BetterUp

Anfang der Woche wurde zunächst bekannt, dass Harry einen Job in der Privatwirtschaft gefunden hat: Am Dienstag teilte die Coaching-Firma BetterUp mit, dass der Blaublüter als "Chief Impact Officer" die Geschäftsführung bereichern wird. Ab wann das der Fall ist, ließ das Unternehmen offen, allerdings ist er bereits mit einem Foto auf der Website der Firma in der entsprechenden Mitarbeiter-Kategorie aufgeführt.

dpatopbilder - HANDOUT - 16.02.2021, ---: Dieses von Harpo Productions am 08.03.2021 zur Verfügung gestellte Bild zeigt Prinz Harry von Großbritannien und seine Ehefrau Herzogin Meghan während eines Interviews mit der US-Moderatorin Winfrey (nicht im Bild). In ihrem mit Spannung erwarteten Interview hat Herzogin Meghan von Selbstmordgedanken sowie Rassismus innerhalb der königlichen Familie berichtet. Foto: Joe Pugliese/Harpo Productions/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung innerhalb der nächsten 14 Tage und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Prinz Harry und Meghan sprachen im Interview mit Oprah Winfrey auch über ihre finanzielle Situation. Bild: dpa / Joe Pugliese

BetterUp möchte die Leistungsfähigkeit von Menschen in Unternehmen durch individuelles Coaching verbessern – Firmen wie Google, Hilton und Airbnb nehmen das Angebot bereits in Anspruch. Harry selbst beschreibt seine Aufgaben bei BetterUp auf der Unternehmensseite: "Förderung des Bewusstseins für mentale Fitness" gehöre dazu, ebenso "das Erweitern der globalen Community durch Öffentlichkeitsarbeit und strategische Planung."

Das klingt noch etwas abstrakt, was das im Einzelnen bedeuten wird, bleibt abzuwarten. Geschäftsführer Alexi Robichaux erklärte jedoch zusätzlich, dass der Prinz keine Personalverantwortung übernehme, aber dennoch, sobald es wieder möglich sei, einige Zeit in der Firmenzentrale in San Francisco verbringen und bei Events dabei sein wird. Eine royale Sonderbehandlung gebe es auf den Wunsch von Harry hin nicht, Robichaux erklärt dazu gegenüber "BBC News": "Er will innerhalb der Unternehmensstruktur einfach Harry genannt werden. Also werden wir das so handhaben."

Erste kritische Stimmen wurden nach der Bekanntgabe bereits laut, wonach die Stelle des Chief Impact Officers so klinge, als sei sie einzig für den Royal geschaffen worden. Zudem bleibt fraglich, ob Harry die Stelle wirklich aus finanziellen Gründen angenommen hat oder es doch eher um Prestige geht. Künftige Gehälter wurden durch BetterUp nicht öffentlich gemacht, allerdings reicht der Lohn sicherlich nicht für die Sicherheitsansprüche von Harry, Meghan, Archie und ihrem noch ungeborenen Kind.

Prinz Harry beteiligt sich an Fake-News-Studie

Nun wurde außerdem öffentlich, dass der BetterUp-Job nicht die einzige berufliche Perspektive von Harry ist. Zusätzlich wird er schon ab April an einer Studie mitarbeiten, die sich mit Fake News im Netz befasst – vermutlich aber ebenfalls nicht, um die Haushaltskasse weiter aufzubessern.

Am Aspen Institute wird er in wenigen Tagen als neues Kommissionsmitglied in Erscheinung treten und erarbeitet dabei unter anderem zusammen mit der US-amerikanischen Journalistin Katie Couric Strategien und Empfehlungen gegen die Verbreitung unwahrer Aussagen im Netz.

In einem Statement zum zweiten Job, bei dem es sich um eine Halbtagsstelle handelt, die auf sechs Monate befristet ist, erklärt Harry:

"Die heutige, digitale Welt überschwemmt uns mit einer Lawine an Falschinformationen, die unsere Fähigkeit als Individuum und als Gesellschaft beeinträchtigt, die Welt, in der wir leben, mit einem klaren Blick zu sehen und sie wirklich zu verstehen."

Weiter heißt es: "Ich bin der Überzeugung, dass das ein humanitäres Problem ist, und als solches erfordert es eine Antwort von Interessenvertretern, Medienvertretern, Akademikern, Politikern und der Gesellschaft. Ich freue mich, an einem lösungsorientierten Ansatz zu arbeiten." Die Kommission wird sich in den kommenden sechs Monaten regelmäßig zusammensetzen, um die sogenannte Informationskrise anzugehen.

Das Stoppen der Verbreitung von Fake News könnte Harry auch aus einem persönlichen Grund am Herzen liegen, immerhin ging der Prinz in der Vergangenheit des Öfteren auch rechtlich gegen Presseberichte vor. Laut einem Bericht von "Newsweek" im vergangenen Dezember strebte Harry eine Verleumdungsklage gegen Associated Newspapers an. In verschiedenen Berichten des Medienunternehmens hieß es, er komme seit März 2020 seinen Marine-Verpflichtungen nicht nach – gegen die Behauptung wehrt sich Harry.

(cfl)

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