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Stern tv: Oli Pocher

Oliver Pocher sprach bei "Stern TV" über den Wendler-Zoff. Bild: Screenshot TVNOW

Alles inszeniert? Jetzt klärt Oliver Pocher über den Wendler-Beef auf

Ist es die PR-Nummer des Jahres oder war RTL einfach nur clever genug und hat schnell genug begriffen, was für ein Show-Potenzial in dieser Geschichte liegt? Darüber wird wild diskutiert, seit bekannt wurde, dass Oliver Pocher und Michael Wendler eine eigene Show bekommen, um ihren Beef öffentlich auszutragen.

Bereits am Sonntag soll der große Showdown stattfinden: "Pocher vs. Wendler – Schluss mit lustig!" wird die Sendung heißen. Alles erinnert ein wenig an den großen Zoff mit Boris Becker, den der Pocher sich vor einigen Jahren über Twitter lieferte und der ebenfalls in einer Sendung gipfelte. Nun also der Wendler.

Oli Pocher räumt mit PR-Vorwürfen auf

Am Mittwochabend waren Oliver Pocher und Michael Wendlers Manager und Booker Markus Krampe bei "Stern TV" zu Gast. Dort wollte Moderator Steffen Hallaschka natürlich wissen, wie viel PR und Planung in der ganzen Geschichte steckt. Oli Pocher fand zu diesem Thema klare Worte:

"Wer wirklich glaubt, dass ich ihn gezwungen hätte, dass er eine Pick-up-Truck geschenkt bekommt, dass es so peinlich inszeniert wird, dass ich mich darüber lustig mache, dass die Deutschen sich gegenseitig Schlüssel schenken mit Sonnenbrillen – das ist einfach entstanden. Bei mir ist das wie ein Klassenkasper. Ich sehe was, die Leute lachen, da mache ich weiter – und weiter und weiter und weiter."

Irgendwann habe er dann aber gesagt, "lass uns das mal gemeinsam machen" und habe angefangen über den Rahmen einer Show nachzudenken. Erst habe Pocher es als Live-Event in der Arena Oberhausen austragen wollen, nun ist es aber doch zu einer TV-Show geworden.

Michael Wendler bei der Rostock Ole Party 2019 im IGA-Park. Rostock, 20.07.2019

Der Wendler wird von Pocher regelmäßig parodiert. Bild: Agentur Future Image

Und was können die Zuschauer erwarten? Auf jeden Fall keine große Action mit Bungeespringen und Co. Stattdessen soll es ein "gutes Gespräch unter Feinden" werden – live und spontan.

Welche Rolle spielte der Wendler?

Okay, selbst wenn wir Oli Pocher nun Glauben schenken, dass der Beef und die Parodien nicht von langer Hand geplant und inszeniert waren, stellt sich immer noch die Frage: Welche Rolle spielte nun der Wendler in der Sache? Und was ist eigentlich mit der angestrebten Klage gegen den Pocher?

"Am Anfang haben wir gedacht, 'Oh Gott, jetzt sind wir dran'. Es gab ja schon einige Leute, die unter ihm gelitten haben", berichtete Wendler-Manager Markus Krampe über die Anfänge. Allerdings habe der Wendler vor allem die Pick-up-Truck-Parodie extrem gefeiert. Als es dann jedoch um Witze über Pädophilie oder ähnliches ging, hörte bei ihm der Spaß auf und die Klage kam ins Spiel.

Stern tv: Oli Pocher

Markus Krampe und Oli Pocher waren bei "Stern TV" zu Gast. Bild: Screenshot TVNOW

Auch Krampe bezog zu den PR-Vorwürfen noch einmal explizit Stellung und sagte, dass die Show vergangenen Freitag bei "Let's Dance" in der letzten Werbepause final besiegelt worden sei. Krampe stellte klar:

"Alle, die uns jetzt nachsagen wollen, das war von geplant oder ein Medien-Fake oder ein riesiges geplantes Ding – ich wäre froh, wenn ich so ein Mediengenie wäre."

Pocher vs. Wendler – was bisher geschah

Wer jetzt erst ins Thema einsteigt – hier noch mal ein Überblick über die Anfänge:

Angefangen hat alles mit diesem Video:

Worauf Oli Pocher und Frau Amira mit diesem lustigen Clip antworteten – und damit die #wendlerchallenge auslösten.

Es folgten unzählige Parodien, denn der Wendler und seine Freundin Laura Müller lieferten durch ihre Instagram-Storys und Posts immer neues Futter für den Comedian. Mittlerweile besteht Pochers Instagram-Feed quasi nur noch aus Wendler-Parodien oder Reaktionen auf den Schlagersänger.

Der Wendler selbst reagierte zunächst nicht auf die Provokationen, doch als diese einfach nicht nachließen, kam dann doch ein klares Statement: Er zeigte den Comedian an. Zumindest behauptete er das. Angesichts der neuen Lage ist kaum davon auszugehen, dass die Klage noch im Raum steht.

(jei)

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