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So stellt sich ein Kind eine Forscherin vor. Bild: Science news/instagram/screenshot

Immer mehr Kinder zeichnen Frauen, wenn sie an Wissenschaftler denken

Chemiker, Physiker, Tropenforscher. Wer Kinder vor 50 Jahren einen Stift in die Hand drückte, bekam Bilder von Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen. Einen Nachteil hatte das aber: 99 Prozent der gezeichneten Helden waren Männer.

Nun zeigt eine neue Studie eine erfreuliche Veränderung: Zwischen 1985 und 2016 malten demnach nur 28 Prozent aller Kinder eine Frau, wenn sie gebeten wurden, einen Wissenschaftler zu malen.

Heute zeichnen 44 Prozent der Kinder eine Wissenschaftlerin: 

"Kinder lassen sich von dem inspirieren, was sie umgibt. Das heißt: Je mehr Forscherinnen sie in Kinofilmen und Werbung, aber auch Kinderbüchern sehen, desto eher zeichnen sie Forscherinnen statt Forscher."

David Miller  Mitverfasser der Studie zur BBC

Die Studie zeigt allerdings auch, dass ältere Teenager im Laufe der Zeit wieder vermehrt Männer abbilden. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Publikation "Child Development" veröffentlicht und trug das Material aus 78 vorangegangenen Untersuchungen zum Thema zusammen. Die Forscher griffen auf Zeichnungen von 20.000 US-amerikanischen Kindern aus den Jahren 1966 bis 2016 zurück.

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