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April 1, 2016 - Tesla has unveiled its much-anticipated Model 3 electric car, its lowest-cost vehicle to date at $35,000. Tesla plans to produce about 500,000 vehicles a year once production. The California-based company needs the vehicle to prove popular if it is to stay in business. The first deliveries of the vehicle are scheduled to start in late 2017. Pictured: Dec. 3, 2015 - Skokie, Illinois, U.S. - An exterior view shows the software-updated Tesla Model S P90D, featuring limited hands-free steering, making the Tesla the closest thing on the market to an autonomous-driving enable vehicle. Skokie USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAm67_

April 1 2016 Tesla has unveiled its Much anticipated Model 3 Electric Car its Lowest Cost Vehicle to Date AT $35 000 Tesla Plan to Produce About 500 000 VEHICLES a Year Once Production The California Based Company needs The Vehicle to Prove Popular If IT IS to Stay in Business The First Deliveries of The Vehicle are scheduled to Start in Late 2017 Pictured DEC 3 2015 Skokie Illinois U S to Exterior View Shows The Software Updated Tesla Model S P90D featuring Limited Hands Free Steering Making The Tesla The closest Thing ON The Market to to Autonomous Driving Enable Vehicle Skokie USA PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY

Bild: imago images / ZUMA Press

Tesla-Fahrer schafft eine Million Kilometer – die wichtigsten Fragen zum Rekord

Soll noch einer behaupten, Elektroautos taugten nicht für den Alltag.

Was ist passiert?

Erstmals hat ein Elektroauto die magische Grenze von einer (1) Million Fahrkilometern überschritten.

Der Fahrzeugtyp: Tesla Model S 85+

Die Rekordmarke wurde am Donnerstag von einem Tesla-Fahrer in Deutschland erreicht. Es handelt sich um einen 52-Jährigen aus Karlsruhe. Laut Medienberichten ein gelernter Landwirt mit Adelstitel, der mit Devisen handelt und von seinem Vermögen lebt, Autofahren sei sein Hobby. Sein Name: Hansjörg-Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg.

Laut Berichten war er früher ein "Petrolhead", ein Freund schneller und starker Autos mit Verbrennungsmotor. Dann las er 2008 in einem Wirtschaftsmagazin von einem kleinen Startup in Kalifornien, das einen britischen Sportwagen zum Elektromobil umbaute – und bestellte wenige Wochen später mehr aus Spaß einen Tesla Roadster.

Wie lange hat er für den Rekord gebraucht?

Keine fünf Jahre. 😜

Sein Model S habe er im August 2014 als Vorführwagen gekauft, mit einem Tachostand von 30.000 Kilometern.

Warum hat er das getan?

Sein Ziel sei es, für die Elektromobilität zu werben.

"Es wird so viel Bashing betrieben, dem will ich entgegenwirken."

Über Elektroautos hielten sich viele Mythen hartnäckig – Hansjörg Freiherr von Gemmingen-Hornberg ist angetreten, sie zu widerlegen. Der Tesla-Vielfahrer sagt:

"Ich möchte der Welt zeigen, dass es funktioniert, auch im Elektroauto richtig viele Kilometer täglich zu machen. Dem Elektroauto-Bashing will ich damit entgegenwirken. Und ich zeige, dass das Tesla-Schnellladen in der Praxis funktioniert, dass man europaweit reisen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man auch wirklich Strom ziehen kann, und ob das mit den Zahlungsmodalitäten klappt."

quelle: spiegel.de

Der Tesla-Akku hielt 1.000.000 Kilometer durch?

Nein. 😏

Im Interview mit dem "Manager-Magazin" sagt der Tesla-Besitzer, der Akku sei einmal beim Tachostand von 290.000 Kilometern getauscht worden.

Der Tesla-Blogger Robin Engelhardt (Emobly) schreibt, für die folgenden 250.000 Kilometer sei das Fahrzeug mit einem Leih-Akku von Tesla unterwegs gewesen. Seit Kilometerstand 540.000 sei nun der aktuelle Akku drin, dieser halte also mittlerweile fast eine halbe Million Kilometer.

Er sei kein Fan des häufigen Schnellladens, sagt der Rekordhalter. Bedingt durch seine häufigen Fernreisen lade er zu rund 40 Prozent an Supercharger-Schnellladern. Er bemühe sich aber, alternative Lademöglichkeiten zu nutzen.

Wie gut hielt sich der Elektromotor?

Nun ja ... Bis zur Rekordmarke von 1 Million Fahrkilometer wurden vier Stück verschlissen. Wobei der aktuelle Motor schon seit Kilometerstand 390.000 verbaut sein soll.

Wie schnell und wie häufig war er unterwegs?

Im Schnitt legte er in den vergangenen vier Jahren rund 600 Kilometer am Tag zurück, um die Rekordmarke zu erreichen. Er sei immer ganz gemütlich unterwegs, zwar viel auf der Autobahn, aber selten mit mehr als Tempo 120.

Vor längeren Fahrten lade er den Akku auch mal auf 90 Prozent, aber fast nie zu 100 Prozent.

"Auf der Autobahn stelle ich den Tempomaten auf 110 oder 120 km/h, das ist sehr akkuschonend. Über 130 km/h beschleunige ich nur punktuell. Und man sollte auch den Wechsel zwischen Beschleunigen und Rekuperieren nicht übertreiben. Denn der erzeugt sehr viel Abwärme, und das fördert die Degeneration der Zellen. Gleichmäßiges Fahren ist für jedes Auto wesentlich besser."

Was hat's gekostet?

Der Besitzer sagt im Interview, er habe über die Distanz für knapp 13.000 Euro Reparaturen bezahlt.

"Ich habe jetzt erst den zweiten Bremsensatz drinnen, der hat nun über 400.000 Kilometer gehalten. An der Vorderachse musste ich die ganzen Lager tauschen lassen. Doch das wäre bei einem Verbrenner viel früher notwendig gewesen."

Er fahre für rund sieben Cent pro Kilowattstunde, das seien weit unter zwei Euro Treibstoffkosten auf 100 Kilometer, verriet er im "Spiegel"-Interview. Dafür müsse er "ausgesucht laden". An Teslas Superchargern lade er kostenlos, weil sein Model S zu jenen Fahrzeugen zähle, denen Tesla lebenslanges Gratisladen an Superchargern ermögliche. Zu Hause beziehe er von seiner Photovoltaikanlage günstigen Strom. Und es gebe auch viele kostenlose öffentliche Ladestellen.

Wie sind die Reaktionen?

Von Gemmingen hofft nun auf einen Eintrag ins "Guinness-Buch der Rekorde" – ihm zufolge gebe es weltweit keinen anderen Tesla mit einem derart hohen Tachostand.

Es gibt, wie zu erwarten, auch kritische Stimmen. Unter anderem wird bemängelt, dass ein Durchschnittsfahrer viel länger brauchen würde für eine Million Kilometer.

Ein Spiegel-Leser kommentiert:

"Der Mann lässt durchblicken, dass er offenbar nur zum Spaß durch die Welt fährt, damit er seinen Guinness-Eintrag hat. Egal, ob er das mit Kohlestrom oder mit Benzin macht: Das ist kein schönes Verhalten und verdient kein Interview."

Elon Musk hat nicht – wie sonst schon häufig der Fall – mit einem eigenen Tweet reagiert. Vermutlich ist der Tesla-Chef noch mit der Cybertruck-Lancierung beschäftigt ...

Der Extrem-Tesla-Fahrer im Video:

abspielen

Video: YouTube/T&T Emobility, Ove Kröger

(dsc)

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