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Die EU startet Online-Befragung zur Sommerzeit – 4 Dinge, die du wissen musst

Pascal Scherrer / watson.ch

Was ist passiert?

Bereits im Februar dieses Jahres hatten sich die Politiker des EU-Parlaments mit großer Mehrheit gegen die Zeitumstellung ausgesprochen.

Schließlich beauftragten die Abgeordneten des EU-Parlaments die Kommission, die Vor- und Nachteile der Zeitumstellung neu zu bewerten und diese gegebenenfalls abzuschaffen.

Nun sollen auch die Bürger und Bürgerinnen der Europäischen Union zu Wort kommen. Dafür wurde am 5. Juli eine offizielle Online-Umfrage gestartet, in welcher darüber abgestimmt werden kann, ob die Zeitumstellung beibehalten werden soll oder nicht.

Schon kurz nach der Ankündigung der Umfrage brachen die Server der Seite unter der Last der Zugriffe zusammen. Obwohl die Umfrage nur unregelmäßig erreichbar war, sollen bereits über eine halbe Million Antworten eingegangen sein.

Soll die Sommerzeit abgeschafft werden?

Würde die Sommer- oder Winterzeit abgeschafft werden?

Das ist noch unklar. Mit dem Online-Fragebogen versucht die EU herauszufinden, welche Zeit beliebter ist. Geht es nach der EU würde wohl die 1996 einheitlich eingeführte Sommerzeit wieder abgeschafft werden.

Hier gehen die Uhren auch anders: Bye, Mr. Johnson: 

Warum wurde die Zeitumstellung überhaupt eingführt?

Mit der Sommerzeit wird bereits seit über 100 Jahren experimentiert. Häufig war dabei die Energiekostenersparnis der Hauptgrund. Bereits im Ersten Weltkrieg führte das Deutsche Reich für drei Jahre die Sommerzeit ein, um bei den Schützengräben am Abend weniger beleuchten zu müssen.

Während der folgenden Jahren existierten in Europa immer wieder verschiedene "Zeitzonen". Griechenland, beispielsweise, führte die Sommerzeit 1932 für gerade einmal zwei Monate ein.

Erst nach der Ölkrise von 1973 gab es in Europa ernsthafte Bestrebungen, die Sommerzeit einheitlich einzuführen. Zum einen wollte man Energie sparen, zum anderen den Binnenmarkt der Europäischen Union stärken.

Was passiert, wenn die Umfrage positiv ausfällt?

Erst einmal nicht viel. Die EU-Kommission kann schlussendlich nur eine Empfehlung abgeben, denn wenn es um die Zeit geht, macht jedes Land seine eigenen Gesetze.

Also müssten sich alle 28 EU-Mitgliedsstaaten darüber einig werden, die Zeitumstellung gleichzeitig und dauerhaft abzuschaffen. Etwas, das sicher nicht von heute auf morgen passieren dürfte.

Zeitlos! Das watson-Wein-Doch:

Video: watson/Julia Dombrowsky, Lia Haubner

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