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Nicht für alle Menschen ist der Blick auf fluffige Wolken entspannend. Bild: imago images / Westend61

So groß (oder klein) ist das Risiko, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben

Kennst du es? Dieses mulmige Gefühl, wenn du in ein Flugzeug steigst? Dieses klamme, unterschwellige Angst, wenn du dir vorstellst, dass du gerade 10.000 Meter über festem Boden bist. Was passiert, wenn wir jetzt abstürzen? In ein Luftloch geraten?

Steigst du jedoch in ein Auto und fährst zum Wandern in die Berge, kommen dir so Gedanken nur selten. Dabei sollten sie das vielleicht. Vielleicht sogar 1800-mal öfter als beim fliegen, wenn man den aktuellen Statistiken glauben schenken will.

Fliegen war noch nie so sicher

Trotz Rekordzahlen von über vier Milliarden Passagieren war Fliegen noch nie so sicher wie heute. Die globale Luftfahrtindustrie hat in jüngster Zeit einige der sichersten Jahre aller Zeiten bei tödlichen Unfällen erlebt.

Das hat eine Studie der Allianz-Verischerung ergeben, die in Zusammenarbeit mit der Embry-Riddle Aeronautical Universität aus Florida erstellt wurde.

Drei der letzten vier Jahre waren die sichersten aller Zeiten. So gab es 2017 zum ersten Mal seit mindestens 60 Jahren in der Luftfahrt keine Todesopfer auf einem Passagierjetflug – es ist damit das sicherste Jahr überhaupt.

Selbst 2018, wo es insgesamt 15 tödliche Flugzeugunfälle mit 556 Opfern gab, ist nach Statistiken des Aviation Safety Network das drittsicherste Jahr in der Geschichte des kommerziellen Flugverkehrs, 2015 belegt den zweiten Platz.

Die Studie bekräftigt, dass die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugunglück zu sterben (1 zu 188.364), im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln wie Auto (1 zu 103) oder Fahrrad (1 zu 4047) sowie anderen Szenarien wie versehentlicher Waffenentladung (1 zu 8527) oder Hundeangriff (1 zu 115'.11) äußerst unwahrscheinlich ist.

Breite Palette von Sicherheitsverbesserungen

Gründe für die sich kontinuierlich steigende Sicherheit im Flugverkehr gibt es laut der Studie mehrere:

Auch Funk und Avionik sind heute sehr präzise. Zudem haben sich laut der Studie auch Verbesserrungen von Flugsicherungstechnik und Kollisionspräventionssystemen positiv auf die Sicherheit ausgewirkt.

Mehr Turbulenzen beim Fliegen

Passagiere können sich an Bord eines Flugzeugs sicherer denn je fühlen, müssen sich jedoch künftig auf unruhigere Flüge einstellen, so der Bericht.

So wurden im Juli 2019 auf einem Flug der Fluggesellschaft Air Canada von Vancouver nach Sydney fast 40 Menschen verletzt, als das Flugzeug in heftige Turbulenzen geriet und eine Notlandung durchführen musste – einer von vielen Vorfällen, die sich jeden Tag auf Flügen um die Welt ereignen.

In den kommenden Jahrzehnten dürften die Turbulenzen durch den Klimawandel und die sich erwärmende Erdatmosphäre weiter zunehmen – insbesondere auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika.

(hd/dfr)

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