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Gibt es nur zwei Geschlechter? Nein! Hier die einfache Erklärung

Genderwahn, Geschlechterwahnsinn oder Gender-Mainstream – so abwertend wird die Debatte über Identitäten abseits von Frau und Mann geführt. Doch was bedeutet 'Gender' eigentlich genau? Und gibt es wirklich nur zwei Geschlechter?

Keine Angst, es ist nicht so kompliziert:

Video: watson/katharina kücke

Bei der Geburt werden wir in Mädchen und Junge eingeteilt. Ob wir als Mädchen oder Junge eingeordnet werden, hängt von unseren Geschlechtsorganen ab. Die Einteilung in ein bestimmtes Geschlecht hat Einfluss auf die Weise, wie wir großgezogen werden. Beispiel: Mädchen bekommen Puppen zum Spielen, Jungs Lego. Und: Noch immer kommt es in Deutschland häufig vor, dass Mädchen weniger zugetraut wird als Jungs.

Wie unterscheiden wir?

Wir unterscheiden zwischen Geschlecht und Gender, also der Geschlechtsidentität. Bei Frauen und Männern, die sich mit dem bei ihrer Geburt festgelegten Geschlecht identifizieren, stimmt die Geschlechtsidentität mit dem Geschlecht überein. Das nennt man Cisgender. Die Geschlechtsidentität sollte allerdings losgelöst von den Geschlechtsorganen betrachtet werden. Denn eine Frau muss keine Vulva haben, um eine Frau zu sein.

Stimmen Geschlecht und Gender nicht überein, nennt man das Transgender. Sind die Geschlechtsorgane nicht eindeutig weiblich oder männlich, nennt man das Intersex. Leider ist es heutzutage immer noch üblich, dass Babys, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, beschnitten werden. Personen, die sich weder als weiblich noch als männlich empfinden oder sich nicht einordnen wollen nennt man Non-Binary. Unter LGBTI*QA+ lassen sich Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen abseits der Norm zusammenfassen.

Aber was bedeutet LGBTI* eigentlich?

Video: watson/katharina kücke

Männer, die weinen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Charlotte Mes 24.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Hebammengeschlecht heißt es deshalb, weil Hebamme* bzw. Geburtshelfer* uns postnatal anhand der äußeren primären Geschlechtsorgane ein Geschlecht zuweisen. :-) Die Geschlechtsmündigkeit eines Menschen liegt jedoch nicht bei anderen, sondern immer bei jedem Menschen selbst. Leider wurde im Video ein Uterus als "Pendant" zum männlich gelesenen Hebammengeschlecht ("normal großer" Penis und Hoden) gezeigt. Dies stimmt nicht, da ein weiblich gelesenes Hebammengeschlecht eine Vulva mit "normal großer" Klitoriseichel (glans clitoridis) umfasst. Ich wäre Ihnen für einen Hinweis darüber sehr dankbar!
  • Charlotte Mes 24.03.2019 13:12
    Highlight Highlight Liebe Frau Kücke, danke für Ihren Artikel! :-) Er hat mir sehr gefallen. Nur zwei Kritikpunkte habe ich: Im Video ist davon die Rede, dass "bei Frauen und Männern Geschlecht und Gender übereinstimmen". Dies ist leider cisnormativ formuliert. Frauen und Männer sind nicht alle cis, sondern es gibt auch transgeschlechtliche Frauen und Männer. Und bei uns cis Menschen stimmen vielmehr Geschlecht und _Hebammengeschlechtszuweisung_ überein, da das Geschlecht zwischen den Ohren und nicht den Beinen liegt. :-) Bitte gleichen sie dies doch noch einmal an. Dankeschön!! Viele Grüße, Ihre Charlotte Mes
  • Diavolino 24.03.2019 11:56
    Highlight Highlight Es gibt verschiedenste Formen der Launen der Natur. Dabei ist nichts auszusetzen und schon gar nichts zu diskriminieren. ABER gleich ein ganzes Geschlecht daraus zu machen und dann gleich zig weitere Geschlechter (von denen viele auch nur Abkürzungen sind) dazu zu "entdecken" lässt sich auch nur mit "Wahn" begründen...
    • xZocker4life 21.04.2019 16:19
      Highlight Highlight Ich bin auch der Meinung , dass wir, nur wegen der verschwindend kleinen Personengruppe , die nicht in ein Geschlecht zugeordnet werden kann, keine Dutzend neue Geschlechter erfinden müssen. Es gibt einfach nur Mann und Frau. Alles andere ist nur in den Köpfen der Leute , welche unbedingt auch erwähnt werden wollen.

Meinung

Stuttgart offenbart zwei Wahrheiten, die vielen weh tun

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Beide Fragen sind bemerkenswert dämlich.

Beide Fragen sind Beispiele dafür, wie man nicht über Polizei und Gewalt diskutieren sollte. Und hinter beiden Fragen …

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